Fernwärme
Geheizte Treibhäuser sollen Abwärme nutzen

In Weininen sollen Treibhäuser erstellt werden, welche die Abwärme eines Biomassenkraftwerks verwerten könnten. Am 11. Juni hat das Stimmvolk das letzte Wort über den Gestaltungsplan «Reech».

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Bettina Hamilton-Irvine

Der Weininger Gemeinderat befürwortet ein geplantes Projekt, bei welchem auf dem Areal der Firma Richi beheizbare Treibhäuser gebaut werden sollen - und empfiehlt den Stimmberechtigten, den entsprechenden Gestaltungsplan anzunehmen.

Die Treibhäuser sollen gebaut werden, damit die grosse Menge an Abwärme, welche die Baurecyling- und Biomassenkraftwerkanlage auf dem Werkareal Richi produziert, genutzt werden kann und nicht klimastörend in die Atmosphäre abgegeben wird. Schon länger besteht das Interesse, die durch die Anlage produzierte Abwärme für die Beheizung von nahe liegenden Gebäuden zu verwenden. Die vom Gemeinderat unterstützten Bemühungen, in der Fahrweid einen Fernwärmeverbund zu realisieren, blieben bislang jedoch ohne Erfolg.

Grosses Fernwärme-Potenzial

Gemäss dem Gemeinderat soll in Zukunft verlangt werden können, dass zumindest Gebäude, bei denen eine Heizungsrevision ansteht, sich an den Wärmeverbund anschliessen müssen. Wann erste Fernwärmelieferungen erfolgen könnten, ist aber noch unklar. Mit dem Bau der geplanten Treibhäuser soll nun vorläufig zumindest ein Teil der Abwärme genutzt werden. Das Energiepotenzial wäre genug gross, um später auch die meisten Liegenschaften in der Fahrweid an die Fernwärme anzuschliessen.

Das Gebiet «Reech», auf welchem die Treibhäuser gebaut würden, befindet sich in der Landwirtschaftszone. Da die geplanten Treibhäuser jedoch eine Produktion zulassen würden, die der Intensivlandwirtschaft zugeordnet werden muss, soll ein privater Gestaltungsplan genehmigt werden. Dieser konnte bis am 10. März im Gemeindehaus eingesehen werden. Doch das letzte Wort haben die Weiningerinnen und Weininger: Sie stimmen an der kommenden Gemeindeversammlung vom 11. Juni darüber ab.