Die Initiative sei ein Angriff auf das Erfolgsmodell der Schweiz und äusserst schädlich, hielten Vertreter des überparteilichen Komitees "Nein zur Unsicherheits-Initiative" am Freitag fest. Die Initiativgegner wittern in der Wehrpflicht-Initiative einen weiteren Versuch der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), die Armee "Schritt für Schritt zu schwächen, sie dem Volk zu entfremden und schliesslich ganz abzuschaffen".

Eine Freiwilligenarmee, wie sie von den Initianten gefordert wird, sei eine Illusion. So müsste die Armee auf ein enormes Qualitätspotenzial ihrer Soldaten und Kader verzichten und wäre zudem viel zu klein, um die verfassungsmässigen Aufgaben zu erfüllen.

Ausserdem würde nach Ansicht der Initiativgegner ohne Wehrpflicht weder Armee noch Zivilschutz noch Zivildienst funktionieren. Und auf der Welt gebe es kein Land, das die Sicherheit durch eine Freiwilligenarmee garantieren könne.

Dem Komitee gehören Vertreter der Parteien CVP, FDP, SVP, BDP, Lega dei Ticinesi und der Schweizer Offiziersgesellschaft an. Über die Wehrpflicht-Initiative wird am 22. September abgestimmt.