Der Gegenvorschlag wurde mit 113 zu 56 Stimmen angenommen, die Volksinitiative der Grünliberalen dagegen mit 104 zu 64 Stimmen deutlich verworfen. Gegen den kantonsrätlichen Gegenvorschlag stellte sich einzig die SVP.

Sie betrachtet diesen wie auch die Volksinitiative als untauglich, da es sich um eine kantonale Insellösung mit minimaler Wirkung handle. Auch sei es anmassend, Aufgaben für das Jahr 2050 ins Enegiegesetz zu schreiben, für die die heutigen Parlamentarier gar keine Verantwortung mehr tragen müssten.

Die Mehrheit betrachtete den Gegenvorschlag dagegen als "konstruktiven Schritt", wie es der Sprecher der Grünliberalen ausdrückte. Und ein CVP-Vertreter ergänzte, die Ziele seien realistisch und entsprächen dem Konzept der ETH zur 2000-Watt-Gesellschaft.

Der kantonsrätliche Vorschlag will im Energiegesetz als verbindliches Ziel eine Reduktion des CO2-Ausstosses bis ins Jahr 2050 auf 2,2 Tonnen pro Einwohner und Jahr regeln. Heute liegt er bei rund 6 Tonnen. Vom Regierungsrat wird alle vier Jahre ein Bericht zur Energieplanung verlangt.

Dass die Volksinitiative nicht mehrheitsfähig war, hatte sich bereits in der ersten Lesung von Mitte Juni gezeigt. Das Volksbegehren verlangt eine Halbierung des Pro-Kopf-Verbrauchs an nicht erneuerbaren Energien bis ins Jahr 2030 - ein Sparziel, das in der Kantonsverfassung festgeschrieben werden soll.

Die Initianten der Grünliberalen Partei (GLP) kündigten an, das Volksbegehren zurückziehen, falls die 30-tägige Referendumsfrist ungenutzt verstreicht.