Mafiageschäfte

Gegen 400 Mafiosi verstecken sich in der Schweiz

Anschlag der 'Ndrangheta in Kalabrien: Auch in der Schweiz hat sich die Mafia etabliert. (Archivbild)

Anschlag der 'Ndrangheta in Kalabrien: Auch in der Schweiz hat sich die Mafia etabliert. (Archivbild)

In der Schweiz agieren weit mehr Mafia-Angehörige als bisher angenommen. Von hundert aktiven Mafia-Mitgliedern habe das Bundesamt für Polizei (Fedpol) Kenntnis, heisst es in dessen Jahresbericht 2019.

Doch jetzt zeigt sich, dass die Dunkelziffer der hierzulande operierenden Mafia-Gehilfen deutlich höher sein muss, schreibt die «NZZ am Sonntag». Auch das Fedpol geht mittlerweile von weit mehr Angehörigen eines Mafia-Ablegers in der Schweiz aus.

So bestätigt ein Fedpol-Sprecher Annahmen von italienischen Strafverfolgern und Mafia-Experten, wonach etwa 20 Mafia-Zellen mit 400 Akteuren in der Schweiz ansässig seien. «Diese Schätzung trifft zu», sagt der Sprecher der «NZZ am Sonntag». Laut der Polizei sei die kalabresische ´Ndrangheta am stärksten vertreten, einige Mafiosi gehörten aber auch der sizilianischen Cosa Nostra und der neapolitanischen Camorra an.

Die hohe Präsenz der ´Ndrangheta erklärt die Verfasserin einer Studie über die italienische Mafia in der Schweiz mit fehlender sozialer Kontrolle. Die kriminellen Zellen fühlten sich sicher und unbeobachtet bei illegalen Tätigkeiten. Zudem mangle es den Ermittlern an Erfahrung mit organisierter Kriminalität, sagt die Expertin.

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