Bohrungen
Gefährden Erdbohrungen das Zurzacher Thermalwasser?

Die Gebiete am Hochrhein sollen nach ihrer Geothermie-Tauglichkeit abgeklopft werden, berichtet der «Südkurier» in der Beilage «Rhy Express». Für Bad Zurzach stellt sich die Frage, ob allfällige Bohrungen Auswirkungen auf das Thermalwasser haben könnten.

Drucken
Teilen
Erdwärme wird geprüft

Erdwärme wird geprüft

Angelo Zambelli

Geothermie hat in den letzten Monaten vor allem in Basel für Schlagzeilen gesorgt. Die Bohrungen führten zu Erderschütterungen, die an Gebäuden nicht unerhebliche Schäden verursachten. Der ramponierte Ruf der Geothermie hinderte das baden-württembergische Regierungspräsidium in Freiburg im Breisgau nicht daran, einem Unternehmen eine Konzession zur geologischen Erkundung des Hochrheins zu erteilen. Das Untersuchungsfeld erstreckt sich laut «Südkurier» auf deutscher Seite des Rheins von Bad Säckingen bis Lotstetten. Die ersten Ergebnisse der geologischen Untersuchung sollen bis Ende des Jahres vorliegen. Gut möglich also, dass in den nächsten Jahren die ersten Erkundungsbohrungen durchgeführt werden – wäre da nicht das liebe Geld. Für den Bau eines Geothermie-Kraftwerks wird mit einem zweistelligen Millionenbetrag (in Euro) gerechnet. Die Panne Basel indes macht die Suche nach Investoren auch auf deutscher Seite nicht einfacher.

Thermalwasser tangiert?

was ist Geothermie?

Geothermische Energie ist die unterhalb der Oberfläche der Erde gespeicherte Wärme. Sie stammt aus dem Zerfall natürlicher Rodioisotope im Gestein der Erdkruste sowie aus dem Wärmeaustausch mit dem tieferen Erdinnern. Die Nutzung der Erdwärme wird Geothermie genannt.

In den meisten Regionen der Erde beträgt die Temperatur in einer Tiefe von 500 Metern zwischen 25 und 30 Grad, in 1000 Meter Tiefe zwischen 35 und 45 Grad Celsius. (AZ)

«Beobachten Entwicklung»

Markus Scheubli, Bauingenieur und Verwaltungsrat der Thermalquelle AG, sagte auf Anfrage der Aargauer Zeitung, man werde die Entwicklung aufmerksam beobachten und gegebenenfalls bei den politischen Stellen in Freiburg intervenieren. Scheubli verweist darauf, dass die Thermalquelle AG über Geräte verfügt, die in der Lage sind, den Druckspiegel und die Gesamtschüttung der Quelle minuziös aufzuzeichnen.

Aktuelle Nachrichten