Gates will radikale Umschichtung von US-Militärausgaben

US-Verteidigungsminister Gates (Archiv)

US-Verteidigungsminister Gates (Archiv)

Die neue US-Regierung will die Streitkräfte verstärkt für den Kampf gegen Aufständische wappnen und zugleich an teuren konventionellen Rüstungsprogrammen sparen.

Bei der Vorstellung seiner Prioritäten für den künftigen Wehretat kündigte Verteidigungsminister Robert Gates an, Ausgaben etwa für neue Kampfflugzeuge oder Kriegsschiffe zu senken. Der Schwerpunkt solle stattdessen auf Anti-Guerilla-Programme verlagert werden, wie sie etwa bei den Einsätzen im Irak und in Afghanistan gefragt sind.

"Sollten diese Empfehlungen gebilligt werden, würden sie die Arbeit dieses Ministeriums tiefgreifend verändern", sagte Gates in Washington. Seine Pläne stellten eine "Neugestaltung der Prioritäten im US-Verteidigungsapparat dar".

Damit will der Minister nach eigenen Worten den veränderten Erfordernissen Rechnung tragen: Der US-Armee stünden in erster Linie nicht mehr feindliche Armeen gegenüber, sondern irreguläre Kämpfer.

Konkret schlug Gates vor, den Bau des Kampfflugzeugs F-22 zu beenden. Es gebe keinen Bedarf mehr über die bereits georderten 187 Stück mehr hinaus. Zu den Posten, für die er mehr Geld bereitstellen wolle, zähle die Versorgung verwundeter Soldaten. Einsparungen erhoffe er sich durch strengere Transparenzvorschriften bei der Vergabe von Pentagon-Aufträgen.

Präsident Barack Obama hatte kürzlich gefordert, angesichts der Wirtschaftskrise unnötige Ausgaben im Verteidigungsbereich zu streichen. Wegen der Entwicklung der neuen Richtlinien hatte der US-Verteidigungsminister sogar seine Teilnahme am NATO-Jubiläumsgipfel abgesagt.

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