Alterswohnzentrum

«Gässliacker wird zur Einheit»

Blick von Norden Richtung Kappelerhof auf das Alterswohnzentrum: Im Osten ergänzt ein Pflegebau die bestehende Anlage, im Westen sind es Alterswohnungen. Die Parkplätze liegen zentral (Metron Architektur)

Gässliacker

Blick von Norden Richtung Kappelerhof auf das Alterswohnzentrum: Im Osten ergänzt ein Pflegebau die bestehende Anlage, im Westen sind es Alterswohnungen. Die Parkplätze liegen zentral (Metron Architektur)

Das Siggenthal erhält neuen Raum für Wohnen im Alter. Das Alterswohnzentrum Gässliacker in Nussbaumen wird um zwei Neubauten für 15 Alters- und 24 Pflegewohnungen erweitert.

Markus Dasen

Für sieben der am Projektwettbewerb teilnehmenden Architekturbüros, insgesamt waren es 47 Teams, hat sich ihr Durchhaltewillen ausbezahlt. Besonders für die «stoosarchitekten» aus Brugg. Ihr Projekt «Siggi und Thalinda» hat die von der Stiftung Alterswohnzentrum (AWZ) Gässliacker beauftragte Jury am meisten überzeugt.

Architekt Christian Zimmermann (Aarau), einer der vier Fachpreisrichter: «Zum einen galt es, Wohnungen speziell nach den Bedürfnissen von Demenzerkrankten zu schaffen.» Zum anderen sei es eine echte Herausforderung gewesen, die Erweiterung bei einem bestehenden und dominanten Altersheim-Gebäude und auf bescheidenem Raum zu planen. In der Jury waren zudem Meinrad Stöckli (Präsident Stiftungsrat), Andrea Mösler (Leiterin), Max Schaffner (Stiftungsrat) vom AWZ sowie Gemeindeammann Max Läng und Gerhard Brunner, Präsident der Planungskommission.

Ein attraktiver Aussenraum

An der Ostseite der bestehenden Anlage soll ein Pflegebau erstellt werden, mit 12 Wohnungen speziell für Menschen mit Demenz. Im Bericht des Preisgerichts ist zu lesen: «Der Pflegebau verbindet die neue Gesamtanlage mit dem angrenzenden Wohnquartier und bildet zusammen mit dem bestehenden Pflegegebäude einen attraktiven, zweiseitig geschlossenen Aussenraum.»

Auch Zimmermann findet: «Die Gebäude des Gässliackers werden als Raumfolge und dadurch als Einheit erfahrbar gemacht.» Dazu gehört der freistehende dreistöckige Wohnbau auf der Westseite, der Platz für zusätzliche 15 Alterswohnungen bieten wird. Noch nicht zufriedenstellend ist für die Jury zum einen die Situation mit dem Hauptzugang. Dieser sei noch zu wenig zeichenhaft. Zum andern vermöge die versprochene Etablierung des Parks noch nicht abschliessend zu überzeugen. Zudem fehlt dem Auftraggeber noch ein Rundlauf für Bewohner des neuen Pflegehauses.

Schwierigkeiten überbrückt

«Trotz zeitweiser Unsicherheit haben die Gewinner des Projektwettbewerbs den Mut nie verloren», sagt Meinrad Stöckli, Präsident des Stiftungsrats AWZ. Denn im November sagte die Stimmbevölkerung erneut Nein zu einer für die Erweiterung notwendigen Steuererhöhung - bei gleichzeitigem Ja zur Erweiterung selber. Im Februar wurde die Volkshürde mit einer Erhöhung auf 98 Prozent anstelle von 100 Prozent dann doch noch gemeistert.

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