Waldfusion

Fusionen im Waldsektor

Zwei Forstbetriebe geben sich das Ja-Wort und erhoffen sich mehr Effizienz.

Waldfusion

Zwei Forstbetriebe geben sich das Ja-Wort und erhoffen sich mehr Effizienz.

Zwei Forstbetriebe geben sich das Ja-Wort und erhoffen sich mehr Effizienz.

Patricia Streib

Anlässlich des traditionellen Waldrundgangs wurde über den bevorstehenden Zusammenschluss der Forstbetriebe Thiersteinberg und Seckenberg-Sisslefeld informiert.

Der Forstbetrieb Thiersteinberg ist ein gesunder mit genügend Forstreserven. Davon konnten sich die rund 60 Besucher der Waldbereisung am Samstag sowohl in natura wie auch anhand der Ausführungen des Försters Stefan Landolt überzeugen. Ebenfalls gab er detailliert Auskunft über die Fusion der beiden Forstbetriebe.

Zuerst wird marschiert, dann geredet, meinte der gut gelaunte Forstbetriebsleiter. Und schon setzte sich das homogene Grüppchen auch gleich in Bewegung in Richtung Ritzletenweiher.

Stefan Landolt stellte sich und sein Team, bestehend aus drei Forstwarten, drei Forstwart-Lehrlingen und saisonalen Landwirten, kurz vor und informierte ausführlich über den Forstbetrieb.

Der öffentliche Wald hat eine Grösse von total 1302 Hektaren. Dazu gehören die Ortsbürgergemeinden Gipf-Oberfrick, Wegenstetten, Wittnau, Frick, Eiken und Sisseln zusammen mit dem Staatswald und dem Kirchenwald Frick/Gipf-Oberfrick. Zählt man dazu noch den privaten Wald und den Anteil von diversen Waldbesitzern, kommt man auf eine Gesamtreviergrösse von 1892 Hektaren.

Vielfältige Aufgaben

Wie vielseitig das Aufgabengebiet eines Forstbetriebes ist, erläuterte Landolt am Beispiel der Einwohnergemeinde Wittnau. Nebst der Leitung und Koordination der Gemeindewerksarbeiten, Hauswarttätigkeiten, Wegunterhaltsarbeiten und dem Winterdienst hilft das Team des Försters sowohl bei der Abfallentsorgung, bei kulturellen Anlässen und kümmert sich um die Bachuferpflege sowie die Feuerbrand- und Ambrosiakontrollen. Dazu kommen diverse Tätigkeiten im Bereich Beratung (Naturschutz), Öffentlichkeitsarbeit wie Führungen und Privatwaldbetreuung (Erteilen von Schlagbewilligungen, Holzverkauf für Private).

Vertragspapiere

Beim zweiten Posten des Rundgangs gings dann in medias res der geplanten Zusammenführung der Forstbetriebe Thiersteinberg und Seckenberg- Sisslefeld. Die Vertragspapiere liegen vor und werden am kommenden Donnerstag den zuständigen Gemeinderäten in Gipf-Oberfrick vorgelegt.
Das Konzept sieht eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit mit dem Ziel vor, eine Straffung der betrieblichen Abläufe herbeizuführen. Ferner wird es eine gemeinsame Rechnungsführung geben, die Aufgaben des Forstbetriebs via Betriebsreglement sind geregelt.

Einsparungen

Die Vorteile der Fusion sind laut Landolt klar: «Es sind Einsparungen von ungefähr 57 000 Franken möglich und es werden klare Verbesserungen im Bereich Schlagführung erzielt.» Eine bessere Auslastung von Maschinen, Verkauf von grösseren Mengen Holz an einem Ort seien ebenfalls möglich.

Zum Abschluss des Rundgangs demonstrierten die Forstwart-Lehrlinge ihre Schlagkraft beim Fällen einer 133-jährigen Rottanne. Nach Landolts Kommando «Hau ab das Ding» ging der Baum, begleitet von vielen staunenden Rufen, zu Boden. Der abschliessende Imbiss und der Umtrunk wurden von der Ortsbürgermeinde Frick offeriert.

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