Basel
Für Jugendliche Arbeit gefunden

Nach nur zwei Monaten zieht die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland eine positive Bilanz: Über 90 arbeitslosen Jugendlichen hat der Ende September eingesetzte Koordinator Jugendarbeitslosigkeit, Tony Hürbin, eine Anstellung vermittelt.

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Arbeitsamt, Arbeitslosigkeit

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Keystone

«Hochgerechnet bedeutet das, dass jeden Tag ein bis zwei Jugendliche eine Stelle gefunden haben», erklärt Hürbin. Bei den 93 Arbeitsplätzen handelt es sich um 58 unbefristete Festanstellungen, 18 Praktika und 17 unbefristete Festanstellungen im Zwischenverdienst. Die Anzahl der stellensuchenden Lehrabgänger reduzierte sich in der kurzen Zeit von 200 auf aktuell 149 Jugendliche.

Erst im September lag die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen im Baselbiet bei 5,1 Prozent. Volkswirtschaftsdirektor Peter Zwick wollte die Massnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit verstärken und ernannte Hürbin als Koordinator, der Schul- und Lehrabgänger an Unternehmen vermittelt. Das Konzept ist aufgegangen: «Die Arbeitgeber schätzen es, dass wir direkt mit ihnen das Gespräch suchen und die Stärken der Stellensuchenden aufzeigen», sagt Hürbin.

Auswertungen sind Momentaufnahmen

Beinahe in allen Bereichen, namentlich in der kaufmännischen Branche, in der Hotellerie, dem Gesundheitswesen und in der Maschinenindustrie, weist Hürbin Stellenvermittlungen auf. «Es gibt Stellen, die brach liegen. Aber man muss viel Zeit investieren, um die Arbeitgeber zu mobilisieren.»

Das laufende Projekt gegen die Jugendarbeitslosigkeit wird vom Kanton Baselland weitergeführt. Dass man bereits von einem Aufwärtstrend gegen die Arbeitslosigkeit reden könne, will Hürbin nicht bestätigen. «Bei solchen Auswertungen handelt es sich am Anfang immer zuerst um Momentaufnahmen.» Auch Thomas Keller, Vorsteher Kantonales Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Kiga), gibt sich zurückhaltend: «Wir freuen uns über die tollen Zahlen und hoffen auf den weiteren positiven Einfluss unseres Projektes auf die Stellenvermittlung. Aber es ist nicht möglich, jetzt schon verlässliche Prognosen zu machen.» (mum)