Gemeinderat
Für die Umwelt Synergien nutzen

Grosse Änderungen stehen Lüterkofen mit dem Bau des neuen Gebäudes für den Schulverband Bucheggberg A3 bevor. Gemäss gemeindepräsidialen Vorschlag stimmte der Rat der Koordination der Schnitzelheizung für alle öffentlichen Gebäude zu.

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MHZ Lüterkofen

MHZ Lüterkofen

Solothurner Zeitung

Gundi Klemm

Schon jetzt wird die Mehrzweckhalle (MZH) durch eine moderne Holzschnitzelheizung gewärmt. Der neue Schulverband Bucheggberg plant, sein auf der Parzelle 1135 projektiertes Schulhaus in Lüterkofen heizungstechnisch dort anzuschliessen, zumal die Anlage nicht ganz ausgelastet arbeitet. Dies beeinflusste Überlegungen von Gemeindepräsident Roger Siegenthaler (FdP), die bestehende Schnitzelheizung zu erweitern, um alle öffentlichen Gebäude wie das alte Schulhaus und die Kesslergasse dort anzuschliessen. Der gesamte Wärmeverbund würde Aufwendungen von einer halben Million (Gesamtvolumen Investitionen 1,7 Mio.) bedingen, wobei sich der Schulverband daran,sowie am neuen Park- und Sportplatz bei der MZH mit 300 000 Franken beteiligt. Gleichzeitig will der Rat, wie die Aussprache ergab, auch mit der Bürgergemeinde darüber diskutieren, ob sich nicht deren bereits angedachtes Schnitzelheiz-Projekt fürs Unterdorf mit dem Vorhaben kombinieren lässt. Zusammengenommen wäre dies ein erfolgreicher Schritt zugunsten von Synergie und Umwelt, lautete die einstimmige Ratsmeinung.

Sorgfältig gelesen

Mit der Absicht, den Aufwandüberschuss von 422 507 Franken im 4,4 Mio. umfassenden Voranschlag Laufende Rechnung 2010 «herunterzufahren», startete der Rat im Beisein der neuen Finanzverwalterin Petra Carulli in die zweite Lesung. Bei einem verbliebenen Defizit von rund 380 000 Franken endete die Rotstiftübung, in der etliche Posten auf ihre tatsächliche Notwendigkeit hinterfragt wurden.

Beispielsweise verzichtet der Rat vorerst auf eine Überwachung der Schulanlage, die offenbar immer wieder von jungen Vandalen heimgesucht wird. Ein Schild, das Aufenthalt und Ruhestörung ab einer gewissen Uhrzeit verbietet, und vor allem Gespräche mit den Jugendlichen sollen für Abhilfe sorgen. Vorerst soll auch nur ein schadhaftes Tor und nicht alle am Feuerwehrgebäude ersetzt werden. «Wenn aber die Kosten für Bildung mit jetzt 1,5 Mio. und die Soziale Wohlfahrt mit 618 050 Franken weiterhin so zunehmen, muss eine Erhöhung beim jetzt auf 85 Prozent angesetzten Steuerfuss ins Auge gefasst werden», überlegten Ratsmitglieder. Das sei sicher nicht sofort der Fall, denn noch verfügen die 700 Lüterkofener über ein Eigenkapital von 1,2 Mio. Franken.

Bereits eingerechnet

Die Baukosten im Schulverband A3, die das Lüterkofener Schulhaus und Anpassungen in Schnottwil und Messen betreffen, hat der Lüterkofener Souverän bereits im Gesamtbetrag von 12 Mio. und Jahrestranchen von 286 000 für 2009 sowie 700 000 Franken für 2010 angenommen. Der lieben Ordnung halber wird an der kommenden Gemeindeversammlung wie in den übrigen Bucheggberger Kommunen darüber abgestimmt wie ebenso über die Betriebskosten 2010, die anteilig auf 16 Gemeinden aufgeteilt werden. Bedauert wurde, dass Lüterkofen in der Lehrkräfte-Besoldung nur noch mit 15 Prozent von Kanton subventioniert wird. Zur überarbeiteten Budget-Fassung können Parteien und Kommissionen bis Freitag Stellung nehmen.

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