Feuerwehr
Fünfer-Fusion auf gutem Weg

Mit der Einigung über den Standort des künftigen neuen Magazins hat das Projekt der Fusion der Feuerwehren von Villigen, Rüfenach, Riniken, Remigen und Mönthal eine entscheidende Hürde genommen.

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Aargauer Zeitung

Louis Probst

Unter dem Eindruck des Damoklesschwertes der von der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) angedrohten Kürzung der Subventionsbeiträge hatte man sich in den Gemeinden Villigen, Rüfenach, Riniken, Remigen und Mönthal mit dem Gedanken einer Fusion der Feuerwehren zu einer Feuerwehr der Region Geissberg zu befassen begonnen. Im Herbst 2006 hatten die Gemeinderäte eine Projektgruppe eingesetzt. Die Projektgruppe, die unter der Leitung von Ueli Müller (Riniken) steht, hat die Aufgabe, die Voraussetzungen für die Bildung einer einzigen Feuerwehr zu schaffen.

Knackpunkt Magazin-Standort

Im Laufe dieser Vorarbeiten hatte sich herausgestellt, dass eine der zentralen Bedingungen für die Feuerwehrfusion die Erstellung eines neuen Magazins ist. Das, weil die bestehenden Feuerwehrmagazine für eine regionale Feuerwehr entweder ungenügend oder von ihrer Lage her ungeeignet sind.

Ins Gespräch gebracht wurden ursprünglich zwei Vorschläge: das ehemalige Zeughaus in Remigen und ein Neubau im Gebiet Hasel in der Gemeinde Villigen. Inzwischen steht klar der Standort Hasel im Vordergrund. «Man ist sich über den Standort einig geworden», stellt Ueli Müller fest. «Der Neubau eines Magazins im Hasel erfordert aber eine Änderung des Richtplans.» Inzwischen sind in Villigen die Arbeiten für die Richtplanänderung an die Hand genommen worden.

Nach Ansicht der Behörden der fünf Gemeinden «geniesst der Standort Hasel sowohl politische als auch betriebstechnische Akzeptanz». Innerhalb der Feuerwehrregion Geissberg Süd liege dieser Standort zentral und sei unter «allen Aspekten ideal», wird betont. «Die Leistungsnorm des AGV - dass innerhalb von 10 Minuten nach Auslösung des Alarms das Tanklöschfahrzeug mit 10 Mann vor Ort ist - wird mit Ausnahme von Mönthal überall eingehalten.» In Mönthal soll daher das vorhandene Tanklöschfahrzeug im bestehenden Feuerwehrlokal stationiert bleiben.

Kosten: Rund 3 Millionen Franken

Inzwischen ist bereits ein Vorprojekt für ein Magazin im Hasel erarbeitet worden, das von Brutto-Baukosten von rund 3 Millionen Franken ausgeht. Wie Ueli Müller sagt, liegen auch die Kostenteiler vor, in denen berücksichtigt wird, was von welcher Ortsfeuerwehr an Material eingebracht wird. Zudem sind Budgets für die ersten Betriebsjahre der regionalen Feuerwehr erstellt worden. Ueli Müller: «Nach heutigem Stand der Erkenntnisse werden bei einer Fusion die Kosten für die Feuerwehr pro Einwohner rund 38 Franken betragen.» Heute bewegen sich diese Kosten - je nach Gemeinde - zwischen 50 und 65 Franken oder mehr.

Ziel: Start im Jahr 2011

Zum weiteren «Fahrplan» sagt Ueli Müller: «Ziel ist es, im Herbst an die Gemeindeversammlungen zu gelangen. Wichtig ist, dass das Richtplanverfahren beim Kanton zügig verläuft, damit man auf Beginn des Jahres 2011 mit der Feuerwehr Geissberg Süd starten kann.»