Fulvio Pelli: Es war alles ganz anders

Fulvio Pelli widerspricht dem Eindruck, er habe sich in Finanzmarkt-Fragen von KMU-Vertretern der FDP instrumentalisieren lassen. Es sei ihm vielmehr gelungen, die KMU-Vertreter einzubeziehen und in einem Kerngebiet der Partei Einigkeit herzustelle, so Pelli.

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Setzt sich für mehr Polit-Nachwuchs ein: FDP-Präsident Fulvio Pelli (Archiv)

Setzt sich für mehr Polit-Nachwuchs ein: FDP-Präsident Fulvio Pelli (Archiv)

Keystone

Gieri Cavelty

Über einen Monat hat die FDP um ihre Haltung in Finanzplatz-Fragen gestritten. Heute Samstag nun beraten die Parteidelegierten die definitive Fassung dessen, was ursprünglich als Weissgeld-Strategie lanciert wur-
de. «Ich bin gespannt auf die Versammlung», sagt FDP-Nationalrätin Doris Fiala. «Nicht zuletzt deshalb, weil ich den Überblick verloren habe, was das Präsidium den Delegierten effektiv vorschlägt.»

Tatsächlich hat die FDP-Spitze in den letzten Wochen einen konfusen Eindruck gemacht. Dieser Zeitung erklärt FDP-Chef Fulvio Pelli nun aber, das Ganze sei Absicht gewesen: «Mit meinem Vorgehen ist es mir gelungen, innerhalb meiner Partei in einem unserer Kerngebiete Einigkeit herzustellen.»

Für die Öffentlichkeit hat alles damit begonnen, dass Pelli und die Vertreter des KMU-Flügels der FDP am 8.März eine Weissgeld-Strategie präsentierten. Allgemein herrscht die Meinung vor, die Werkplatz-Truppe habe den Präsidenten erfolgreich bearbeitet. Gemäss Pellis Ausführungen war es aber umgekehrt: Pelli hat sich der Gewerbler bedient und diese damit diszipliniert. Jedenfalls ist die Weissgeld-Strategie für Pelli bloss eine Weiterentwicklung des bisherigen Finanzplatz-Programms. Dass dieses den internationalen Entwicklungen angepasst werden müsse, sei für ihn klar gewesen, lange bevor sich der KMU-Flügel in den Medien kritisch über das Image der FDP äusserte.Seiten 2, 5

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