Von Werner Schneiter
«Wir wollen den Charakter des Schwimmbades Stigeli erhalten, es aber mit der Sanierung und Erweiterung attraktiver machen», hiess es an einer Informationsveranstaltung vom Samstagmorgen in der Galerie am Märtplatz. Die Gemeinderätinnen Heidi Fraefel, Elsbeth Knabenhans und Vertreter der Projektverfasserfirma Hunziker Betatech AG, Winterthur, erläuterten einer grossen Schar an Interessierten das Projekt. Und dieses stützt sich auch auf Ideen aus der Bevölkerung. «Wir haben einige davon umgesetzt», sagte Heidi Fraefel.
Die Gebäude werden in ihren Grundstrukturen belassen, aber saniert und etwas erweitert. Das WC beispielsweise wird weiter weg vom auszubauenden Shop mit Selbstbedienung platziert. Dort besteht die Möglichkeit, Essen anzurichten. Es gibt eine Werkstatt, Lagerflächen, Raum für Gerätschaften, Raum für Chemielagerung, Sanitäranlagen, Büro, Duschen und natürlich zeitgemässe Damen- und Herren-Garderoben, die aufgrund heutiger Gepflogenheiten etwas verkleinert werden. Neu ausgerichtet ist der Zutrittsbereich, der mit einem Ticketautomaten versehen wird.


Vergrösserung der Wasserfläche - fixe und mobile Wasserspiele
Von Bedeutung ist auch die klare bauliche Trennung von Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich und die Vergrösserung der Wasserfläche im Nichtschwimmerteil von 260 auf 320 Quadratmeter. Der Planschbereich für Kinder soll in etwa in der heutigen Form bestehen bleiben. Gemäss Projekt werden ausserdem fixe und mobile Wasserspiele installiert, eine grosse Rutschbahn, eine neue Breitdusche und zusätzlich Sitzgelegenheiten realisiert. Sodann wird die Badewasseraufbereitungsanlage erneuert und die bisher gestrichenen Becken mit Folien ausgekleidet. Geplant ist auch eine neue Sprunganlage. Die Drei-Meter-Plattform gibt es ohne, die Ein-Meter-Anlage mit Federung. Das 1957 eröffnete Schwimmbad Stigeli wurde in den letzten Jahrzehnten mehrmals teilsaniert. Inzwischen lässt der bauliche Zustand zu wünschen übrig. Zahlreiche Sanierungsmassnahmen fallen ohnehin an. Instandstellung, werterhaltende Massnahmen udn die Verlängerung der Nutzungsdauer um 20 bis 30 Jahre werden vom Gemeinderat als Ziele angegeben. Und mit dem Ausbau soll auch die Attraktivität merklich gesteigert werden. Von den 4,4 Mio. Franken Anlagekosten entfallen 3,75 Mio. Franken auf werterhaltende Massnahmen. Die attraktivitätssteigernden Investitionskosten werden auf 325 000 Franken beziffert.
Stimmt der Souverän am 13. Juni 2010 an der Urne zu, wird im September 2010 mit der ersten Etappe (Freibad) begonnen, die bis Mai 2011 dauert. Die zweite Etappe (Betriebsgebäude) wird im September 2011 in Angriff genommen und voraussichtlich im Mai 2012 beendet. Der Gemeinderat Affoltern hat auf den 26. Mai 2010 eine Informations-Veranstaltung angesetzt.