Aufrüstung

Für 89 Millionen Franken Waffen für den Privatgebrauch importiert

Die Schweizer rüsten auf. (Symbolbild)

Die Schweizer rüsten auf. (Symbolbild)

Die Schweiz hat letztes Jahr Waffen im Wert von 152 Millionen Franken gekauft. 89 Millionen davon für den Privatgebrauch. 63 Millionen als Kriegswaffen.

Das ist ein Plus von 8.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Zeitung „Der Sonntag" berichtet. So wurden unter anderem für über 14 Millionen Franken Revolver, Pistolen, Jagd- und Sportgewehre eingeführt. Patronen, Geschosse und Teile dazu schlagen mit 18 Millionen Franken zu Buche.

Problematisch sind zum Teil die Länder aus denen die Waffen stammen. Auf der Liste der Oberzolldirektion finden sich unter anderem Staaten wie Aserbaidschan, Bahrain und die Vereinigte Arabische Emirate (Patronenimporte). Oder China, Indien und die Republik Moldau (Zubehör für Revolver und andere Pistolen). Bei den Jagd- und Sportgewehren sowie Teile und Zubehör für Waffen findet man Pakistan, Russland, Serbien, Jordanien und die Republik Moldau. Auch wenn diese Länder zum Teil nur kleine Mengen an Waffen in die Schweiz liefern, ist deren Herkunft politisch pikant. Intransparenz besteht bei den Importen von Kriegswaffen, die unter «vertrauliche Aktionen» 63 Millionen Franken der gesamten Waffeneinkäufe ausmachen.

Dies ist ein Plus von 16.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgelistet werden zwar die Länder, nicht aber was für Kriegsgeräte diese liefern. Begründet werden die getarnten Einfuhren damit, dass eine Veröffentlichung die innere Sicherheit der Schweiz gefährden könnte.

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