China

Fünf weitere Todesurteile nach Unruhen in Chinas Provinz Xinjiang

Chinesische Soldaten Anfang Juli in Urumqi auf Patrouille (Archiv)

Chinesische Soldaten Anfang Juli in Urumqi auf Patrouille (Archiv)

Wegen ihrer Beteiligung an den blutigen Unruhen in der westchinesischen Provinz Xinjiang sind erneut fünf Menschen zum Tode verurteilt worden. Dies bestätigte ein Sprecher der Lokalregierung der Provinzhauptstadt Urumqi.

Der Vollzug der Todesurteile sei allerdings für zwei Jahre ausgesetzt, sagte Sprecher Ma Xinchun. In der Regel wird diese Strafe später in lebenslänglich umgewandelt. Acht Angeklagte erhielten demnach lebenslängliche Haftstrafen und vier weitere Haftstrafen von mindestens zehn Jahren.

Seit Oktober wurden damit bereits 22 Teilnehmer der Unruhen von Anfang Juli in Urumqi zum Tode verurteilt. Die ersten neun Todesurteile wurden Anfang November vollstreckt. Dabei soll es sich vorwiegend um Angehörige der Minderheit der Uiguren gehandelt haben.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Uiguren und der Mehrheit der Han-Chinesen wurden nach Behördenangaben fast 200 Menschen getötet und mehr als 1600 verletzt. Die meisten Opfer waren nach offiziellen Angaben Han-Chinesen.

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