1. Daten und Kommunikation verschlüsseln

Wer Hacker und Geheimdienste am Zugriff auf seine persönlichen Daten hindern möchte, sollte möglichst alle seine Datenträger verschlüsseln.

Was sich kompliziert anhört, ist heutzutage ein Kinderspiel: Moderne Apple-Computer haben standardmässig die Funktion «FileVault» installiert, welche die Harddisk für Aussenstehende ohne Zugangsschlüssel unlesbar macht. iPhones sind ab dem Betriebssystem iOS 8 komplett chiffriert. Ähnliche Software findet sich bei Windows-Geräten.

Verschlüsselung macht auch bei E-Mail- und Chat-Applikationen Sinn: Tools wie OpenPGP sind im Internet gratis verfügbar und sorgen dafür, dass niemand vertrauliche Konversationen mitverfolgen kann.

Ebenfalls zu empfehlen sind Smartphone-Apps wie «Mein iPhone suchen»: Sie ermöglichen es, die Daten auf dem Handy bei Ver-lust oder Diebstahl aus der Ferne zu löschen und unbrauchbar zu machen. Bei der Installation eines drahtlosen Wi-Fi-Netzwerks zu Hause oder am Arbeitsplatz sollte man dieses auf jeden Fall mit einem Passwort schützen.

2. Surfen, ohne Spuren zu hinterlassen

Im Online-Zeitalter hat man manchmal den Eindruck, den grossen Technologiekonzernen bliebe nichts verborgen. Jeder Klick und jede aufgerufene Website wird aufgezeichnet. Doch gibt es gute Wege, um seine Spuren im Internet zu verwischen.

Der Browser TOR ermöglicht seinen Nutzern komplett anonymes Surfen. Der wohl bekannteste User ist der amerikanische Whistleblower Edward Snowden. Eine weitere Anonymisierungsmöglichkeit sind sogenannte VPN-Dienste: Diese virtuellen privaten Netzwerke erlauben es, die eigene IP-Adresse nach aussen zu verschleiern.

Sicherheitsexperten raten, möglichst immer mit dem Https-Protokoll zu surfen: Dieses verschlüsselt die Kommunikation zwischen dem Browser und der Website.

Wer nicht will, dass Websites-Betreiber das eigene Online-Nutzungsverhalten über Cookies nachverfolgen, sollte in seinem Browser in den «privaten Modus» wechseln.

3. Grosse Anbieter wie Facebook & Co. meiden

Grosse Internetplattformen wie Facebook sind aufgrund ihrer enormen Nutzerzahl ein beliebtes Angriffsziel für Hacker und Geheimdienste. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man die Nutzung solcher Seiten wenn möglich auf ein Minimum reduzieren.

4. Software immer aktuell halten

Ja, Updates nerven, aber es lohnt sich, Anti-Malware-Software, Betriebssysteme und andere Programme immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Am besten automatisch. Die Herstellerfirmen stossen regelmässig auf neue Sicherheitslücken, die für Hacker attraktive Einfallstore bieten.

Sicherheitsexperten empfehlen regelmässige Scans der Festplatte nach Schadprogrammen. Denn Malware kann überall versteckt sein: in E-Mails, Foto- oder Videodateien.

5. Nur starke Passwörter verwenden

Nicht den Namen der Mutter und ganz sicher nicht das eigene Geburtsdatum: Gute Passwörter sind das A und O im Online-Zeitalter. Am besten sind Passwörter, die Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden. Je mehr Zeichen, desto besser: Ein Smartphone-Pin-Code mit sechs statt nur vier Zahlen ist 100-mal schwerer herauszufinden.

Wer ein Handy mit Fingerabdruck-Identifikation besitzt, kann auch diese Möglichkeit nutzen: Das Bild des eigentlichen Fingerabdrucks wird nirgends gespeichert, sondern in Form von mathematischen Daten gelagert.

Guy Parmelin zum Nachrichtendienstgesetz: «Das ist keine generelle Überwachung, sondern ein Kompromiss»

Guy Parmelin zum Nachrichtendienstgesetz: «Das ist keine generelle Überwachung, sondern ein Kompromiss»

Bern - 13.6.16. - Bundesrat Guy Parmelin lancierte am Montag den Abstimmungskampf für das Nachrichtendienstgesetz (NDG), gegen das links-grüne Kreise das Referendum eingereicht haben. Parmelin betonte die Notwendigkeit von besseren Überwachungsmethoden bei Terrorismus-Verdachtsfällen. Er verneint, dass es zu einer generellen Überwachung der Schweizer Bürger komme, wie dies die Gegner befürchten.