Buser sei am 17. August unerwartet rasch gestorben, teilte die Familie am Mittwoch in einer Todesanzeige mit. Die Trauerfeier findet im engsten Familien- und Freundeskreis am kommenden Mittwoch in Bremgarten AG statt.

Der am 14. April 1926 in Lausen (BL) geborene und in Bättwil (SO) heimatberechtigte Walter Buser wurde am 11. Juni 1981 als erster Sozialdemokrat zum Bundeskanzler gewählt. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Aufbau einer Führungsstruktur für Krisensituationen, die Durchsetzung von Rationalisierungsprogrammen in der Verwaltung und die Einführung des doppelten Ja bei Volksinitiativen mit Gegenvorschlag. Er führte regelmässige Pressekonferenzen ein und erweiterte die Bundeskanzlei zu einer Stabsstelle des Bundesrates.

Als Bundesratskandidat gehandelt

Der frühere Zeitungsredaktor Buser begann seine Beamtenlaufbahn 1965 als Chef des Rechts- und Informationsdienstes beim Eidgenössischen Departement des Innern. 1968 wurde er zum Vizekanzler gewählt. Er leitete den Rechtsdienst der Bundeskanzlei und war als "Regierungssprecher" für die Informationspolitik des Bundesrates verantwortlich.

Neben seiner administrativen Laufbahn publizierte Buser Artikel zu Fragen der Rechtsetzung, zu den Funktionen der Bundesbehörden und zur Verwaltungskontrolle. 1983 wurde er bei der Ersatzwahl für den im Amt verstorbenen SP-Bundesrat Willy Ritschard als Nachfolgekandidat ins Spiel gebracht. Buser lehnte jedoch eine Kandidatur ab. Gewählt wurde Otto Stich.

1977 wurde Walter Buser ausserordentlicher Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Basel. Nach seiner Pension als Bundeskanzler präsidierte er ab 1991 das Forum Helveticum.

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