Schweiz

«Friedenskette» und Demonstration am Bodensee gegen Corona-Massnahmen

«Querdenker» versammelten sich am Samstag in Kreuzlingen und Konstanz, um gegen Corona-Massnahmen zu demonstrieren. Auch Gegendemonstrationen fanden statt.

(fin/ubr/dpa) Bei einer Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen versammelten sich sogenannte «Querdenker» gegen 15 Uhr in Kreuzlingen und Konstanz, um eine «Friedenskette» zu bilden. Das Ziel der Demonstranten im Vorfeld war, dass die Menschenkette um den Bodensee herum führen und damit Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz miteinander verbinden soll. Parallel zur Kundgebung der «Querdenker» fanden Gegendemonstrationszüge statt, unter anderem von der SP Kreuzlingen organisiert.

Sowohl die Konstanzer Polizei als auch die Kantonspolizei Thurgau waren mit einem Grossaufgebot vor Ort. Gemäss Angaben der Konstanzer Polizei beteiligten sich rund 1000 Menschen an der Kundgebung. Am Nachmittag meldete sie, dass der Tag bisher ruhig verlaufen ist. Es ist zu keinen bemerkenswerten Vorkommnissen gekommen, heisst es in einer Mitteilung. Lediglich in einer Gaststätte gab es einen Vorfall: Zwei Menschen, die das Lokal ohne Maske betreten hatten, mussten des Hauses verwiesen werden.

Weitere Demonstrationen am Sonntag geplant

Gemäss dem Zwischenbericht sind die Kundgebungen kleiner ausgefallen als angekündigt. Einige Demonstrationen, die für den Vormittag angemeldet worden waren, haben nicht stattgefunden. Bei einer Fahrradkundgebung gegen die sogenannten «Querdenker» sind etwa nur rund 25 Radfahrer mitgefahren. Auch eine für 10 Uhr angemeldete Demonstration mit 5000 Teilnehmern ist ausgefallen.

Für das gesamte Wochenende vom 3. und 4. Oktober sind in Konstanz insgesamt 29 Versammlungen und Demonstrationen angemeldet. Der Unternehmer Gerry Mayr hat für den Sonntag ebenfalls eine «Querdenken»-Demonstration gegen Corona-Massnahmen geplant, zu der 4500 Menschen angemeldet sind.

Meistgesehen

Artboard 1