Wechsel

Frick tritt als Präsident der Paraplegiker-Stiftung zurück

Frick nimmt den Hut

Frick nimmt den Hut

CVP-Ständerat Bruno Frick, umstrittener Präsident der Schweizer Paraplegikerstiftung (SPS) nimmt sich aus der Schusslinie. Er tritt am 31. März von seinem Amt zurück und übergibt an Stiftungsrat Daniel Joggi, der vom Stiftungsrat gewählt wurde.

CVP-Ständerat Bruno Frick tritt dann von seinen Aufgaben als Präsident zurück, bleibt aber weiterhin Mitglied des Stiftungsrates.

Mit seinem Schritt wolle er die Diskussion um Aufgaben und Tätigkeiten der SPS versachlichen, sagte Frick vor den Medien. Vor allem in jüngster Zeit sei diese Diskussion immer mehr von der Sache weggeglitten und habe sich auf ihn fokussiert. "Die Kritik am Stiftungsrat hat sich an meiner Person entzündet" sagte der Schwyzer Ständerat.

Er hatte das Präsidium vor zwei Jahren übernommen. SPS-"Übervater" Guido Zäch hatte damals seine Ämter nach einer gerichtlichen Verurteilung abgeben müssen. Dieser Wechsel habe Unsicherheit und Unruhe gebracht, sagte Frick. Auch Fehler seien gemacht worden. Für seine eigenen habe er sich bei den Querschnittgelähmten entschuldigt.

Mit seinem Rücktritt will der abtretende SPS-Präsident dazu beitragen, grösseren Schaden von der Paraplegiker-Stiftung fernzuhalten, der durch die Polarisierung drohe. Er klebe nicht an seinem Sessel. Dem Stiftungsrat sei Kontinuität ein Anliegen: "Das Team bleibt, das Ziel bleibt, die Wege können verschieden sein." Auf Wunsch des Stiftungsrates bleibe er Mitglied des Stiftungsrats.

Daniel Joggi, ist seit 1991 Präsident des Zentralvorstandes der Schweizer Paraplegiker Vereinigung. Der 60-Jährige ist seit einem Skiunfall 1977 Tetraplegiker - also an Armen und Beinen gelähmt. Er sei vom Stiftungsrat einstimmig gewählt worden, sagte Joggi.

Er werde die von Frick eingeschlagene Richtung weiter verfolgen, erklärte der designierte Präsident. Weiter kündigte Joggi eine Verstärkung der Querschnittgelähmten im Stiftungsrat an.

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