Fussballplatz
Freudentag für den Sport im Unteramt

Wettswil, Bonstetten und Stallikon haben dem Kredit von gegen 7 Mio. Franken für die Sportplatz-Erweiterung im Wettswiler «Moos» an der Urne deutlich zugestimmt.

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Präsidiale Freude

Präsidiale Freude

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Das Projekt in groben Zügen: Ein drittes Fussballfeld mit allwettertauglichem Kunstrasen, ein Streethockeyfeld, die Aufwertung der bestehenden Garderobengebäude und der übrigen Infrastruktur. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7 Mio. Franken, wovon 6,5 Mio. Franken von der öffentlichen Hand getragen werden. Die Standortgemeinde Wettswil beteiligt sich mit 3,5 Mio., Bonstetten mit 2 Mio. und Stallikon mit 1 Mio. Franken.
Alle drei Gemeinden haben dem Vorhaben an der Urne deutlich zugestimmt: Wettswil mit 1391 Ja gegen 505 Nein, in Bonstetten mit 1332 Ja gegen 476 Nein und in Stallikon mit 708 Ja gegen 378 Nein. Die Stimmbeteiligung: 61,22% in Wettswil, 53,1% in Bonstetten und 52,35% in Stallikon.
In den Initiantenkreisen ist die Freude über die deutliche Zustimmung gross. «Der Einsatz hat sich gelohnt. Fantastisch, wie sich Vereine, Behörden und die Interessengemeinschaft mit einflussreichen Leuten eingesetzt haben», sagt Adrian Gallmann, Präsident des FC Wettswil-Bonstetten. Nach seinen Worten hat die Mehrheit der Stimmberechtigten erkannt, dass die Vereine etwas für die Jugend tun und dazu eine zukunftstaugliche Infrastruktur benötigen. Und er ist überzeugt, dass auch die Solidarität unter den Vereinen hundertprozentig gespielt hat – und auch Nicht-Fussballer und Nicht-Streethockeyaner sehen, dass sie von einer Erweiterung ihren Nutzen haben werden – zum Beispiel mehr Kapazität in der Sporthalle.
«In diesen drei Gemeinden halten die Sportvereine zusammen», sagt der Stalliker Gemeindepräsident Walter Ess, der über das deutliche Resultat hoch erfreut ist. Und ihn freut, dass die Gegner, die wegen eines möglichst tiefen Steuerfusses stets gegen solche Investitionen votieren, für einmal nicht durchgedrungen sind.
Freude am Ja zur Erweiterung bekundet auch der Bonstetter Gemeindepräsident Charles Höhn, der wegen der heftigen Kritik an der Vormundschaftsbehörde in seiner Gemeinde derzeit im Gegenwind steht. «Mit der Einigkeit über den Schlüssel zur Finanzierung der Erweiterung haben die drei Gemeindebehörden eine gute Basis gelegt für den Erfolg», sagt er, lobt aber daneben auch den Einsatz der IG und der Vereine, die ohne Ausnahme Solidarität gelebt haben.
Für den Wettswiler Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger hat sich bei diesem Urnengang die Einsicht durchgesetzt, dass man die Jugend – trotz Sparwillen – nicht abstrafen darf. Auch er lobt das Engagement der Vereine und der Interessengemeinschaft.

Nun das Baugesuch zügig vorbereiten

Nun gehe es darum, sofort mit dem Projektverfasser in Kontakt zu treten. Dieser werde nun zuhanden der Gemeinden das Baugesuch vorbereiten. Wegen der Fruchtfolge-Kompensationsfläche müsse dieses auch vom Kanton behandelt werden. Diese Fruchtfolgefläche wird vom «Moos» ins Autobahndreieck verlegt. Das muss bis Ende 2010 erfolgen.
Es besteht die Hoffnung, dass der Allwetterplatz im Sommer 2011 in Betrieb genommen werden und der Rest des Projekts bis im Herbst 2011 abgeschlossen werden kann. (-ter.)

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