Fremdenfeindliche Attacke nach Vergewaltigungen in Italien

Italienische Polizisten im Einsatz

Italienische Polizisten im Einsatz

Nach drei Vergewaltigungen innert weniger Tage in Italien hat sich die Wut auf die mutmasslich ausländischen Täter in einem fremdenfeindlichen Übergriff entladen.

Laut Polizei wurden in der Nacht vier rumänische Einwanderer verletzt, als eine aufgebrachte Menge eine Imbissbude in Rom stürmte. Rund 20 vermummte Angreifer seien mit Schlagstöcken in den von einem Pakistaner betriebenen Imbiss im Osten der italienischen Hauptstadt eingedrungen, teilte die Polizei am Montag mit.

Sie prügelten demnach auf vier Rumänen ein, von denen zwei anschliessend im Spital behandelt werden mussten. Ausserdem sei eine Fensterscheibe zu Bruch gegangen. Die Angreifer hätten vor dem Eintreffen der Polizei entkommen können.

Gleichzeitig entbrannte einmal mehr eine heftige Debatte über die öffentliche Sicherheit im Land. Die Mitte-Rechts-Parteien verlangen die sofortige Abschiebung straffällig gewordener Immigranten. Die Regierung von Silvio Berlusconi kündigte bereits ein Gesetz zur besseren Überwachung von Sexualstraftätern an.

Der Minister für Bürokratieabbau, Roberto Calderoli, forderte die Zwangskastration von Sexualtätern. In einigen Fällen gebe es keine andere Möglichkeit, sagte er der Zeitung "La Stampa".

Am Wochenende hatten drei Vergewaltigungsfälle in Italien für eine Welle der Empörung gesorgt. In Rom war am Samstag ein 14-jähriges Mädchen bei einem Spaziergang mit ihrem Freund von zwei Männern vergewaltigt worden. Das Mädchen und ihr Freund sagten aus, die Täter seien osteuropäischer Herkunft gewesen.

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