Freiburger Deponie La Pila muss von PCB-Rückständen befreit werden

Saane soll weniger belastet werden

Saane soll weniger belastet werden

Die ehemalige Kehrichtdeponie La Pila in Hauterive unweit von Freiburg muss von rund 20 Tonnen hochgiftigen PCB-Rückständen befreit werden. Die Sofortmassnahmen zum Schutz der Saane dürften 12,5 Millionen Franken kosten.

Die Schadstoffe sind ungleichmässig über die 270 000 Kubikmeter Material der Deponie verteilt, wie es bei der Vorstellung des Berichts zur Detailuntersuchung von La Pila vor den Medien hiess. Die Mehrheit des PCB stammt von verschiedenen Kondensatorentypen.

Die Detailuntersuchung machte zwei Pfade aus, über die sich die Schadstoffe ausbreiten. Einerseits geschieht dies über den täglichen Austausch zwischen dem Grundwasser und der Saane, andererseits über Oberflächenabflüsse und Erosionen in den steilen Sektoren der Deponie.

Bei den Sofortmassnahmen gehe es darum, das stark belastete Material aus der instabilen Zone wegzuschaffen.

Mittelfristig sollen weniger Schadstoffe in die Saane abfliessen können. Dies könnte mit einer Dichtwand erreicht werden, die die Zone, in der ein Austausch zwischen Grundwasser und Saane stattfindet, baulich isoliert.

Um die genauen Kosten für die Totalsanierung zu beziffern, sind weitere Abklärungen notwendig. Nicht zuletzt sind die Kosten auch von der Frage abhängig, ob allenfalls Unternehmen, die belastetes Material ablagerten, zur Verantwortung gezogen werden könnten. Der Bund wird sich an der Gesamtsanierung der Deponie zu 40 Prozent beteiligen.

Klar ist bereits, dass die Fahrenden, die in der Nähe der Deponie ihr Lager aufgeschlagen haben, im Sommer umziehen müssen.

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