Insgesamt treten zur Ersatzwahl im Dezember vier Frauen an, drei von der CVP und eine von der FDP. "Generell ist es in allen Entscheidungsgremien besser, ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen zu haben", erklärte der Aussenminister. Zugleich betonte der Tessiner, dass es Sache des Parlaments sei, zu entscheiden. "Ich weiss, dass das Geschlecht nicht das einzige Kriterium ist, das zählt."

Ein Departementswechsel wäre für den amtsjüngsten Bundesrat eine "Frustration". "Ich habe in diesem Jahr so viel in Emotionen, Überlegungen und Strategien investiert", dass "das Verlassen des Departements jetzt ein schreckliches Signal für meine Mitarbeiter wäre", sagte der 57-Jährige.

Um die Nachfolge von Verkehrsministerin Doris Leuthard sind vier Politiker im Rennen. Es handelt sich um die Nationalrätinnen Viola Amherd (VS) und Elisabeth Schneider-Schneiter (BL), Ständerat Peter Hegglin (ZG) und die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen. Die CVP-Fraktion wird am 16. November über die Anzahl der Kandidaten entscheiden, die sie der Bundesversammlung vorschlagen wird.

Bei der FDP bewerben sich bislang drei Kandidaten um die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann: die St. Galler Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter, der Schaffhauser Regierungspräsident Christian Amsler und der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki.

Die FDP entscheidet am 9. November und gibt eine Empfehlung an ihre Fraktion ab. Diese wird am 16. November die Kandidaten offiziell ernennen, die der Bundesversammlung vorgeschlagen werden sollen. Die Bundesratswahlen finden am 5. Dezember statt.