Dino Nodari

In Rudolfstetten-Friedlisberg haben die Wählerinnen und Wähler auf die Jugend gesetzt und darauf, dass zumindest eine Frau im Gemeinderat vertreten ist. Mit Joël-Pascal Buntschu (CVP) hat ein 23-Jähriger den Einzug in die Gemeindebehörde geschafft. Ebenfalls neu gewählt wurde Susanne Wild (parteilos). Die bisherigen Gemeinderäte Josef Brem (parteilos), Christian Schaub (FDP) und Daniel Wieser (FDP) schafften die Wiederwahl ohne Probleme. Auch im zweiten Anlauf gescheitert ist der SVP-Kandidat Gustav Roten.



«Komme nicht noch einmal»

Nachdem er vor zwei Jahren gegen Daniel Wieser unterlegen war, hat Gustav Roten angekündigt, bei den Erneuerungswahlen wieder anzutreten. Heute bezeichnet er dieses Versprechen als Fehler. Ein drittes Mal werde er sicher nicht antreten. Er verhehlt seine Enttäuschung über die erneute Wahlniederlage nicht, nimmt sie aber sportlich. «Damit kann ich umgehen. Das Volk hat letztlich immer recht.» Er gratuliere Joël-Pascal Buntschu und Susanne Wild zur Wahl. Mehrere Gründe hätten zu diesem Resultat geführt, analysiert er: «Einerseits war eine Verjüngung gewünscht und andererseits auch, dass eine Frau im Gemeinderat vertreten ist. Und letztlich habe sich einmal mehr gezeigt, dass die SVP von den anderen Parteien nicht unterstützt werde.»

Als der Anruf von der Gemeinde kam, habe sie damit gerechnet, dass es nicht gereicht habe, erklärt Susanne Wild. Dafür sei die Freude umso grösser. Ihren Wahlerfolg führt sie darauf zurück, dass sie selbst im Dorf arbeitet und in Rudolfstetten geboren und aufgewachsen sei. «Diese Verwurzelung hat sicher geholfen», meint sie. Es sei schön, dass nun eine Frau und ein Vertreter der jüngeren Generation im Gemeinderat vertreten seien.

Der 23-jährige Joël-Pascal Buntschu schaffte hinter den bisherigen Gemeinderäten das beste Resultat. «Das freut mich sehr, zumal ich nicht damit gerechnet habe, sagte er nach der Wahl. Seine Wahl sieht er auch als Sieg für die Jungen. Es zeige, dass auch Junge etwas erreichen können, wenn sie sich für etwas engagieren.

Josef Brem neuer Ammann

Bei der Wahl zum Gemeindeammann setzte sich der bisherige Gemeinderat Josef Brem durch. Er erzielte 572 Stimmen. Damit ersetzt Josef Brem den zurückgetretenen Alfred Oggenfuss. Als Vizeammann wurde Christian Schaub bestätigt. Beide waren die einzigen Kandidaten für ihre Ämter.