Frankreich

Frankreich kämpft gegen Jugendarbeitslosigkeit

Jugendliche sollen arbeiten können

Jugendliche sollen arbeiten können

Frankreich legt im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit einen 1,3 Milliarden Euro umfassenden Notfall-Plan auf. Bis Juni 2010 solle er rund 500 000 jungen Franzosen unter 26 Jahren helfen, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden, kündigte Präsident Nicolas Sarkozy an.

Geplant sind unter anderem Prämien für Arbeitgeber, die neue Stellen schaffen. Für Auszubildende sollen künftig im ersten Jahr keine Sozialabgaben mehr bezahlt werden müssen.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich gilt im Vergleich zu anderen westlichen Industriestaaten als besonders hoch. Zuletzt lag die Quote bei den 15- bis 24-Jährigen bei über 20 Prozent.

"Es ist ein Teufelskreis", sagte Sarkozy zu der Situation, in der sich viele junge Menschen in Frankreich nach der Schule wiederfinden. "Man verlangt von ihnen Erfahrung, um arbeiten zu können, aber man muss gearbeitet haben, um Erfahrung zu haben."

Um die Unternehmen dazu zu bringen, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, soll es nun vor allem Geld geben. Chefs, die einen unter 26-Jährigen einstellen, sollen 1000 Euro erhalten. Hat der neue Mitarbeiter keine Matur gibt es sogar 2000 Euro.

Für einen neuen Ausbildungsplatz will der Staat 1800 Euro überweisen - allerdings nur an Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiten. Insgesamt hofft Sarkozy auf 35 000 zusätzliche Ausbildungsplätze und 30 000 zusätzliche Arbeitsplätze für unter 26-Jährige.

Auf bessere Perspektiven dürfen schliesslich auch Praktikanten hoffen. Für die Übernahme eines Praktikanten in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis soll es zeitweise sogar 3000 Euro geben.

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