Auf den Konten werde eine Summe von insgesamt 3 Milliarden Euro verwaltet, sagte Woerth weiter in einem Interview mit der Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche". Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) lehnte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA jeglichen Kommentar ab.

Die Betroffenen sollten ihre Situation so rasch wie möglich klären, sagte Woerth. Sie hätten bis Ende Jahr die Möglichkeit, sich an eine eigens dafür eingerichtete Behördenstelle zu wenden. Sie sollten sich so schnell wie möglich selbst anzuzeigen. Falls sie dies nicht täten, werde die Finanzaufsicht "in ihrer ganzen Härte" aktiv: Dazu gehörten eine detaillierte Untersuchung und wenn nötig eine Beschlagnahmung.

Es sei das erste Mal und "aussergewöhnlich", dass Frankreich Informationen von solcher Detailliertheit von Banken erhalte, sagte Woerth weiter. In den kommenden Tagen werde er die Verantwortlichen der betroffenen Banken in Frankreich treffen, damit diese die Identität derjenigen Personen offenlegten, welche die Vermögen in Staaten mit Steuerprivilegien übermittelt hätten.