"Unser Streikaufruf wurde zu 100 Prozent befolgt", sagte Verdi-Sprecher Michael Blug am frühen Morgen in Saarbrücken. Mit dem Beginn der Frühschicht hätten die rund 500 Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt.

Von den Warnstreiks in Frankfurt seien tausende Pendler betroffen, sagte der Sprecher der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiq, Klaus Linek, am Morgen der Deutschen Presse-Agentur dpa.

"Die U-Bahn ist mit das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs - das wird sich auswirken." Ausserdem würden 16 von 49 Buslinien der Stadt nicht fahren. Die Warnstreiks sollten bis Mitternacht dauern. Sie hatten am Mittwoch begonnen.

Auch in mehreren Städten Sachsen-Anhalts begannen am Morgen Warnstreiks. Aufgerufen sind die Beschäftigten von Stadtverwaltungen, Landratsämtern, städtischen Betrieben und Bundesbehörden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Betroffen sind davon die Städte Halle, Wittenberg, Burg, Köthen und Bitterfeld-Wolfen.

In Halberstadt legten ausserdem die Mitarbeiter des Winterdienstes die Arbeit nieder. Beschäftigte des Truppenübungsplatzes Altmark beteiligten sich ebenfalls zeitweise an den Warnstreiks.

Am Donnerstag hatten sich nach Angaben von Verdi bereits etwa 52'000 Beschäftigte von Bund und Kommunen an den Warnstreiks beteiligt.

Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld und bessere Ausbildungsvergütungen. Die zweite Runde in den Tarifverhandlungen war am Montag in Potsdam ergebnislos vertagt worden. Die Kommunen weisen die Forderungen als zu hoch zurück.