Reagenzglas-Kinder
Fortpflanzungsgesetz: Dreimal so viele künstliche Befruchtungen erwartet

Mit dem neuen Fortpflanzungsgesetz sollen unverheiratete und lesbische Paare sowie Single-Frauen Zugriff auf Samenspenden erhalten. Experten vermuten, dass sich die Zahl der künstlichen Befruchtungen damit verdreifachen würde.

Drucken

Die nationale Ethikkommission will Samenspenden für unverheiratete und lesbische Paare sowie für Single-Frauen zulassen. Ebenfalls sollen Eizellenspenden erlaubt sein.

Wie die Zeitung „Schweiz am Sonntag“ berichtet, gibt es nun erstmals Schätzungen darüber, wie sich eine solche Gesetzesänderung auswirken würde: Die Zahl der künstlichen Befruchtungen würde sich verdreifachen.

«Im Fall einer Modernisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen gehen wir von rund 30'000 Behandlungen pro Jahr aus», sagt Christian De Geyter, Chefarzt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Basler Universitätsspital.

2,4 Prozent aller Neugeborenen sind heute Reagenzglas-Kinder. Wird der Vorschlag der Ethikkommission umgesetzt, wären es 4,5 Prozent. Die Reproduktionsmediziner begrüssen eine solche Änderung, da sie heute einen zunehmenden Kinderwunsch-Tourismus ins Ausland beobachten.

Aktuelle Nachrichten