Amoklauf

Fort Hood: Obama verschiebt Asienreise - Heldin wird gefeiert

Die USA stehen nach dem Blutbad in Fort Hood noch immer unter Schock. Amerika habe «das Schlimmste» gesehen, was Menschen anrichten könnten, sagte Präsident Barack Obama in seiner Videoansprache.

Er ordnete an, die Flaggen am Weissen Haus und allen Bundesgebäuden im Land bis kommenden Mittwoch auf Halbmast zu setzen. Nach Medienberichten aus Tokio will Obama zudem seine für kommende Woche geplante Asienreise um einen Tag verschieben, um an den Gedenkfeiern vom Mittwoch teilnehmen zu können.

Beim Amoklauf des muslimischen Militärpsychiaters Nidal Malik Hasan auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas waren am Donnerstag 13 Menschen getötet worden. Der Täter soll über 100 Kugel abgefeuert und dabei "Allahu Akhbar" (Gott ist gross) gerufen haben.

Obama lobte in seiner Ansprache den Mut und den Einsatz der Helfer in Fort Hood. Gemäss Medienberichten hatte eine städtische Polizistin, die selbst bereits mehrfach getroffen war, den Schützen mit mehreren Schüssen gestoppt. Die 34-jährige Kimberly Denise Munley wurde als Heldin gefeiert.

Laut "New York Times" war sie kurz nach dem Notruf am Ort des Geschehens eingetroffen. Sie sah Hasan, der mit der Waffe in der Hand einem verwundeten Soldaten hinterherjagte.

Die zierliche Polizistin soll ihre Waffe gezückt und auf den Todesschützen geschossen haben. Dieser habe sich zu ihr umgedreht und ebenfalls geschossen. Bei dem Schussgefecht erlitten beide mehrfache Verletzungen, und beide brachen schliesslich zusammen.

Unklar ist, ob die Polizistin allein verantwortlich für das Ende des Amoklaufs ist. Unterdessen ging die Suche nach dem Motiv des Täters weiter.

Mit einer Schweigeminute auf allen US-Militärstützpunkten weltweit hatten am Freitag Hunderttausende Soldaten den Opfern des Amoklaufs in Fort Hood gedacht.

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