Die Römer machten sich solche Schächte wie denjenigen in Augusta Raurica zu nutze, um Obst, Gemüse, Austern, Käse oder andere verderbliche Waren zu lagern. Während der Wintermonate wurden die Schächte mit Schnee und Eis gefüllt und mit Stroh abgedeckt.

Bereits zwei ähnliche Versuche hat das Team den Archäologen Peter-Andrew Schwarz von der Universität Basel hinter sich. Beim ersten Experiment hatte es den ganzen Schnee in einer Fuhre eingefüllt. Wegen der zu milden Witterung habe sich dieser aber nicht verdichten können. Beim zweiten Versuch füllten die Forschenden mehrmals mit gewissen Zeitabständen Schnee ein. Zudem legten sie auch Stangeneis in die Grube.

Nun will Schwarz nach der Methode der Nevaters auf Mallorca vorgehen, wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilte. "Wir werden jeweils 20 bis 30 Zentimeter hohe Schneelagen einfüllen, diese gut verdichten und mit Stroh abdecken, bevor wir dann die nächste Schneelage einfüllen." Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Freitag an und sind für Besucher zu sehen.

Das Experiment ist zwar kein Beweis, dass der Schacht in Kaiseraugst tatsächlich als Kühlschrank genutzt wurde. Aber Schwarz möchte zeigen, dass es prinzipiell möglich war. Mit der Auswertung des dritten Versuchs rechnen die Forscher im August.