Ein Mundschutz besteht normalerweise aus mehreren Lagen relativ dicker Fasern, die sich zu einer blickdichten Maske zusammensetzen. Ein Team um Giuseppino Fortunato von der Forschungsanstalt Empa in St. Gallen und der ETH Lausanne (EPFL) arbeitet nun an einer Alternative: der "Hello Mask", die eine durchsichtige Fläche freilassen und den Blick auf die Lippen des Masketragenden erlauben soll. Das teilte die Empa am Donnerstag mit.

In die "Hello Mask" soll eine durchsichtige Folie eingearbeitet werden, die nur winzige Poren von rund 100 Nanometern Durchmesser enthält. So filtert sie Krankheitserreger zuverlässig aus der Atemluft des Tragenden, schützt ihn aber auch vor Keimen von aussen. So könnten sich medizinisches Fachpersonal und Angehörige von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten wirksam schützen, aber müssen ihre Mimik deswegen nicht hinter dem Mundschutz verstecken.

Die Herausforderung bei der Entwicklung und Produktion der Folie für eine solche Maske sei jedoch, dass noch genug Luft zum Atmen durch den Mundschutz strömen kann, wie die Empa schrieb. Deshalb testen Fortunato und sein Team, aus welcher Art von Polymerfasern eine Folie maximale Atmungsaktivität gewährleisten könnte. Ein Prototyp der Maske sei derzeit in Arbeit.

Unterstützt wird das Projekt finanziell unter anderem durch die Gebert Rüf- und die Staub Kaiser-Stiftung. Damit die neue Maske möglichst schnell auf den Markt kommen kann, werde ausserdem das EssentialTech-Programm der EPFL die Weiterentwicklung vorantreiben, hiess es.