Forderung nach «grünem New Deal» auf UNO-Konferenz in Nairobi

UNO-Konferenz in Nairobi eröffnet

UNO-Konferenz in Nairobi eröffnet

Düstere Prognosen, aber auch Chancen für einen «grünen New Deal» haben den Auftakt der Jahreskonferenz der UNO-Umweltorganisation UNEP in Nairobi geprägt.

Bis Freitag werden Umweltminister aus mehr als 100 Ländern über globale Herausforderungen wie den Klimawandel, Bodenerosion oder die internationale Nahrungsmittelkrise beraten. Bundesrat Moritz Leuenberger wird am Donnerstag und Freitag in Nairobi erwartet.

Auch wenn das zurückliegende Jahr von der weltweiten Finanzkrise geprägt worden sei, bedeute dies nicht, dass Umweltprobleme beiseite gedrängt werden könnten, sagte UNEP-Direktor Achim Steiner zu Beginn der Konferenz.

Die Finanzkrise könne auch Anregung zu einem sparsamen Umgang mit Ressourcen sein, betonten UNEP-Sprecher. Zudem habe der Ölpreisschock im vergangenen Jahr gezeigt, dass die einseitige Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen in eine teure Sackgasse führe.

Eine richtige Kombination von Wirtschaftspolitik, Investitionen und Anreizen zum Schutz von Ökosystemen sowie die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen könnte Armut bekämpfen und neue Arbeitsplätze schaffen.

Leuenberger will sich in Nairobi dafür einsetzen, dass eine Liste mit globalen Umweltzielen erarbeitet wird. Diese Liste soll die Sichtbarkeit und Überprüfbarkeit der internationalen Umweltpolitik verbessern, teilte das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit.

Das heutige internationale Umweltsystem bestehe aus hunderten von multilateralen Abkommen und zahlreichen unterschiedlichen Institutionen und Prozessen. Die Schweiz arbeite bereits seit Jahren darauf hin, dass die verschiedenen Umweltprozesse besser vernetzt werden, schreibt das UVEK weiter.

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