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Föhnsturm bringt der Schweiz den Sommer zurück

Föhnwolke über herbstlich gefärbten Lärchen in Obermutten im Albulatal (Archiv)

Föhnwolke über herbstlich gefärbten Lärchen in Obermutten im Albulatal (Archiv)

Seit Tagen fegt der Föhn durch die Alpentäler und lässt die Temperaturen für die Jahreszeit ungewöhnlich stark ansteigen. Am Samstagnachmittag registrierte eine Messstation von Meteocentrale bei Quinten (SG) am Walensee über 25 Grad.

Aus dem Glarnerland meldeten verschiedene Wetterdienste gut 24 Grad, im Kanton Uri wurde es über 23 Grad warm. Beachtlich waren auch die Windgeschwindigkeiten: Der Spitzenwert von 143 Kilometern pro Stunde wurde gemäss SF Meteo auf dem Titlis gemessen, fast gleich heftig fegte der Föhn über den Gotthard. Auch in Tallagen wurden Windgeschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer gemessen.

Die nasse Seite des Föhns bekommt wie meist die Alpensüdseite ab. Dort regnet es seit Mittwochabend fast ununterbrochen. Laut SF Meteo fielen in Chiasso seither über 150 Liter Regen pro Quadratmeter, 140 Liter waren es am Lago Maggiore und im oberen Maggiatal.

Gemäss den vom Bundesamt für Umwelt veröffentlichten Prognosen dürfte es bis am Sonntagabend zwischen Simplon und Monte Rosa noch einmal 80 bis 120 Liter Regen pro Quadratmeter geben, in den angrenzenden Gebieten etwas weniger. Die Flüsse und Seen im Alpengebiet sind nach den Niederschlägen bereits stark angestiegen, laut Bundesamt für Umwelt bleibt die Hochwassergefahr aber mässig.

Damit käme das Tessin glimpflicher davon als die angrenzenden norditalienischen Regionen. Dort hatten Unwetter und Regen zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. In Italien und Südfrankreich kamen in den letzten Tagen über ein halbes Dutzend Menschen ums Leben.

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