Fluglärm
Fluglärmstreit: Schweiz und Deutschland einigen sich

Im Fluglärmstreit zwischen Deutschland und der Schweiz ist ein Durchbruch gelungen. Die Delegationen der beiden Länder haben sich am heute auf einen Staatsvertrag zum Flugverkehr einigen können - Deutschland ist erfreut.

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Bundesrätin Doris Leuthard: Einig mit Deutschland. (Archiv)

Bundesrätin Doris Leuthard: Einig mit Deutschland. (Archiv)

Keystone

Nach fünf Verhandlungsrunden hätten sich die Schweiz und Deutschland auf einen Kompromiss verständigt, sagte Leuthard. Dieser sieht vor, dass Anflüge am Abend drei Stunden früher als heute über Schweizer Gebiet geführt werden können.

Deutschland verzichtet auf Begrenzung
Im Gegenzug verzichtet Deutschland auf die Festlegung einer zahlenmässigen Begrenzung für Anflüge auf den Flughafen Zürich über deutsches Gebiet. Zudem können Flugzeuge werktags bereits eine halbe Stunde früher Zürich über Süddeutschland anfliegen.

Gemäss der Vereinbarung sind von 6.30 bis 18 Uhr Anflüge von Norden her möglich, ab Wochenenden erst ab 9 Uhr. Diese Betriebsform tritt erst nach den erforderlichen Pistenverlängerungen auf dem Flughafen Zürich in Kraft, spätestens aber 2020.

Gekröpfter Nordanflug
Als mögliche Option in der Vereinbarung enthalten ist der umstrittene gekröpfte Nordanflug. Dabei fliegen die Flugzeuge beim Anflug nach Zürich entlang des Rheins auf Schweizer Gebiet, bevor sie die Anflugschneise eindrehen.

Die neuen Regelungen werden in einem Staatvertrag festgeschrieben. Dieser muss durch die Verkehrsminister der beiden Länder unterzeichnet werden. Damit der Vertrag in Kraft treten kann, müssen ihn die eidgenössischen Räte und der deutsche Bundestag ratifizieren.

«Ein positives Signal für die Region»
Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wertet den am Montag vereinbarten Staatsvertrag zwischen Deutschland und der Schweiz als «positives Zeichen für die ganze Region». Noch keine Reaktion gibt es vom Standortkanton Zürich.

Der Zürcher Regierungsrat will sich inhaltlich noch nicht zum Staatsvertrag äussern. Man wolle die Vereinbarung zuerst analysieren und dann bis spätestens Ende dieser Woche kommunizieren.

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