Flims GR: Caumasee braucht jährlich 700 000 Kubikmeter Wasser

Insel im Caumasee (Archiv)

Insel im Caumasee (Archiv)

Der Caumasee in Flims GR muss pro Jahr künstlich mit etwa 700 000 Kubikmeter Wasser versorgt werden. Dadurch würde der Pegel wieder den Stand vor dem Jahr 2002 erreichen, bevor der Bau des Umfahrungstunnels den Wasserhaushalt beeinflusste.

Die Flimser Gemeindeversammlung wurde am Abend abschliessend über die hydrogeologischen Untersuchungen des Karstexperten Pierre-Yves Jeannin orientiert. Darin wird der Einfluss des Baus des Umfahrungstunnels auf den Wasserstand des Caumasees nachgewiesen.

Der Expertenbericht kommt zum Schluss, dass der Pegelstand des beliebten Badesees durch den Bau des Flimserstein-Tunnels um durchschnittlich einen Meter gesenkt wurde. Mit eine Rolle beim Wasserverlust spielte auch die allgemeine Trockenheit der letzten Jahre.

Die Gemeinde will dem Rat des Fachmannes folgen und den Pegel anheben, indem zusätzliches Wasser jenem Bach zugeführt wird, der den Caumasee über Versickerungsquellen hauptsächlich speist. Bis 700'000 Kubikmeter Wasser sollte die Zusatzspeisung betragen, um die Auswirkungen des Tunnels sowie von Klimaschwankungen auszugleichen.

Eine direkte Einspeisung von Tunnelwasser in den See, wie dies eine kommunale Volksinitiative verlangt, lehnt der Gemeindevorstand ab. Unter anderem verlöre das Wasser dadurch an Qualität und vor allem die Türkisfarbe, die dem See den Namen "Perle von Flims" eingetragen hat.

Das Initiativkomitee gab am Abend bekannt, das Begehren zurückzuziehen. Der Rückzug bedeute aber nicht, dass das Komitee mit der Lösung der Gemeinde einverstanden sei.

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