Langenthal

Fit machen für die Zukunft

Das erste Unternehmer-Frühstück der Zürich Versicherungs-Gesellschaft im Hotel Bären befasste sich mit der Wirtschaftskrise und den Auswirkungen auf die Region Oberaargau.

Obwohl Thomas Schoder und Ueli Grob von der Basler Arbeitsstelle für Konjunkturforschung (BAK) glauben, dass der Tiefpunkt der Rezession noch nicht erreicht ist, machten sie den Unternehmern Mut. «Es gibt Tendenzen, dass das Vertrauen in den Markt langsam zurückkehrt», betonte Schoder. Grob seinerseits wies darauf hin, dass die Arbeitslosenquote in der Region unter dem gesamtschweizerischen Schnitt liege und auch langsamer ansteige. Das deute darauf hin, dass der Oberaargau die Krise mit einem «blauen Auge» überstehen könnte. Er vermutet auch, dass direkte Auswirkungen der Schwäche des Finanzsektors in der Region gering ausfallen. «Allerdings wird der Oberaargau auch kaum etwas von den Wachstumsimpulsen spüren», so Grob. Dennoch erwartet er für die Region eine wirtschaftliche Erholung im Jahr 2010 und sagt ein Wachstum von 0,4 Prozent voraus.

Zwei Kleinunternehmer aus Oberburg veranschaulichten anschliessend, wie sie ihr Unternehmen «fit für die Zukunft» machten. «Man muss sich Zeit nehmen, um über Visionen und eine Mission nachzudenken», erwähnte

Ruedi Neuhaus, Inhaber und Geschäftsführer einer Confiserie mit Tea-Room. Dabei habe er, genauso wie der zweite Oberburger Unternehmer Stefan Lobsiger (Gartenbau) auch, eine externe Unterstützung durch einen KMU-Advisor in Anspruch genommen. «Eine erfolgreiche Finanzierung und Nachfolgeregelung für KMU sind kein Glückstreffer», sagte Heinz O. Nater von der KMU-Raiting Agentur AG in Zug.

Mit dem KMU-Advisor zusammen haben die beiden Oberburger eine konkrete Strategie entwickelt. Für Lobsiger ein lohnendes Vorgehen: «So konnte ich wichtige Leitplanken für die Geschäftsentwicklung setzen. Ich habe jetzt klare Perspektiven, wie es mit meinem Geschäft weitergehen soll.» Auch für Ruedi Neuhaus hat sich der Beizug eines externen Beraters gelohnt: «Meine Firma ist nun jederzeit verkaufsfähig. Wir verfügen über eine Strategie, kennen unsere Erfolgspotenziale und die private Vorsorge ist nicht mehr abhängig vom Verkaufserlös des Unternehmens.» (war)

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