Bergschule Brunnersberg

Fionn darf trotzdem in Bergschule Brunnersberg

Kanton kippt Entscheid des Matzendörfer Rates - Fionn darf jetzt doch in die Bergschule Brunnersberg.

Gemeindeverwaltung Matzendorf

Kanton kippt Entscheid des Matzendörfer Rates - Fionn darf jetzt doch in die Bergschule Brunnersberg.

Nach den Sommerferien darf die Familie Hunziker ihren 4-jährigen Sohn zur Bergschule Brunnersberg schicken. Der Kanton hebt so einen Entscheid des Matzendörfer Rates auf.

Fabian Muster

Nun hat der Kanton die Gemeinde Matzendorf zurückgepfiffen: Der 4-jährige Fionn der Familie Hunziker vom Berghof Obere Wengi darf nun doch den zweijährigen Kindergarten bei der Bergschule Brunnersberg nach den Sommerferien besuchen.

Er muss nun nicht den etwa doppelt so langen Weg ins Dorf antreten. Dies entschied das kantonale Amt für Volksschule und Kindergarten nach einer Begehung mit einem Spezialisten der Polizei, einem Juristen, einem Schulbeauftragten, dem Gemeindepräsident Peter Bühlmann sowie Ines Hunziker selbst.

Bewilligung nur für zwei Jahre

Der Gemeinderat hat das Ansinnen der Hunzikers Anfang März noch mit der Begründung abgelehnt, dass die Familie ausserhalb des Perimeterbereichs der Bergschule wohne. Man befürchtete, dass andere Berghöfe ausserhalb des Perimeters auf dieselbe Idee kommen könnten.

Zudem müssten die vier Vertragsgemeinden, nebst Matzendorf noch Mümliswil-Ramiswil, Laupersdorf und Aedermannsdorf, einer solchen Perimeterausweitung zustimmen. Gegen den Entscheid des Rates haben die Hunzikers Rekurs beim Kanton eingelegt.

Ines Hunziker ist über den positiven Entscheid des Kantons erleichtert und bestätigt damit einen Bericht des «Solothurner Tagblatts». «Nun müssen wir unseren Sohn nicht ins Dorf hinunterfahren, sondern er kann selbstständig die knapp zwei Kilometer Weg zur Bergschule gehen.» Angst habe sich nicht. Am Anfang werde sie ihn auf dem rund halbstündigen Marsch noch begleiten. Fionn habe den Wanderweg aber bereits alleine zurückgelegt, etwa als er ein «Gschpänli» besuchen ging.

Die Bewilligung des Kantons gilt nur für die zwei Jahre Kindergarten, danach müsste ein neues Gesuch gestellt werden. Ob man dies tun werde, ist laut Hunziker noch unklar. In zwei Jahren würde zudem auch die jüngere Schwester Fionns, Gwendolin, eingeschult werden, was ein weiteres Gesuch nötig machte.

Zur angeblichen Grundsatzdiskussion meint Ines Hunziker nur: «Die läuft ja ständig.» Zudem erachtet sie das Argument mit dem Perimeter als «fadenscheinig». Sie kenne keinen Hof mit Kindern, der sich in der Nähe befinde und noch nicht im Perimeterbereich sei. Die Gefahr von anderen Ausnahmebewilligungen bestehe also nicht. Dazu kommt: Die Obere Wengi gehörte schon einmal zum Einzugsgebiet der Bergschule.

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