Italien

Fini beteuert «absolute Loyalität» gegenüber der Koalition

Gianfranco Fini äussert sich nach dem Streit mit Berlusconi (Archiv)

Gianfranco Fini äussert sich nach dem Streit mit Berlusconi (Archiv)

Nach seinem öffentlich ausgetragenen Wortgefecht mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zeigt der Präsident der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, keine Absicht, die gemeinsam gegründete Partei «Volk der Freiheit» (PdL) zu verlassen.

Fini beteuerte seine "absolute Loyalität" gegenüber der Koalition, den Regierungspartnern und dem Wahlprogramm. "Unser Verbleib in der PdL und in der Regierungskoalition stehen nicht infrage", kommentierte Fini, der vor dem Parteigremium in Rom vergangene Woche offen Berlusconis autoritären Führungsstil und seine enge Allianz mit der Lega Nord kritisiert hatte.

Fini berief am Montagabend ein Treffen mit Vertrauensleuten ein, mit denen er seinen Minderheitsflügel innerhalb des PdL aufbauen will. Beim Treffen ging es um die Strategie, die der Flügel in den nächsten Tagen einnehmen wird, und um Reformen.

Finis "Rechte Hand" Italo Bocchino appellierte an Berlusconi, sich der Herausforderung einer pluralistischen Partei zu stellen. "Eine Minderheit hat das Recht, dass ihre Vorschläge diskutiert werden", meinte Bocchino.

Verteidigungsminister Ignazio La Russa arbeitet inzwischen an einer Versöhnung zwischen Berlusconi und Fini. "Es gibt keine Gründe, die einer Versöhnung im Weg stehen, niemand will vorgezogene Parlamentswahlen", kommentierte La Russa.

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