Dagegen wehrte sich der damalige Finanzchef der Langenthaler Ammann-Gruppe, Urs Habermacher, wie die Zeitung „Schweiz am Sonntag" berichtet. Im Januar 2010 reichte er die Kündigung ein, wie Recherchen zeigen.

Die Firmenleitung unter Schneider-Ammann beschloss 2009, die Offshorestruktur auf Jersey aufzulösen. Die Gelder flossen zurück - aber nicht in die Ammann Group Holding. Sondern aus steuerlichen Gründen in eine Domizilgesellschaft, die eigens gegründet wurde. Dies habe den Finanzchef veranlasst, den Dienst zu quittieren, sagen Insider. Es könne nicht sein, dass man sich aus Reputationsgründen von Jersey verabschiedete, aber in der Schweiz ein ähnliches Konstrukt schaffe.

Mandate nicht deklariert

Insgesamt bunkerte Schneider-Ammann über eine Viertelmilliarde Franken im Offshorefinanzplatz Jersey. Weiter schreibt die Zeitung, dass Schneider-Ammann als Nationalrat sein Verwaltungsratsmandat bei der Luxemburger Firma Manilux bis 2003 korrekt angegeben. Danach ist es jedoch aus dem Parlamentsregister der Interessenbindungen gelöscht worden. Das Parlamentsgesetz verlangt eine Offenlegung der Interessenbindungen.