Finanzausgleich: Welche Gemeinden am meisten bekommen

Nächstes Jahr erhalten 92 Aargauer Gemeinden insgesamt 35,2 Millionen Franken aus dem Finanzausgleichsfonds. Lesen Sie hier, welche Gemeinden am meisten Geld bekommen und wer am meisten bezahlt.

Drucken
Teilen

Keystone

2011 erhalten 92 Aargauer Gemeinden insgesamt 35,2 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich. Dieses Jahr sind es 71 Gemeinden mit insgesamt 24,6 Millionen.

Am meisten Geld erhalten die beiden Bezirke Laufenburg mit 7,9 Millionen (17 Gemeinden) und Kulm mit 6,2 Millionen Franken (9 Gemeinden). Am meisten zahlen muss der Bezirk Baden mit 13,4 Millionen Franken (14 Gemeinden).

Welche Gemeinden 2011 am meisten bekommen:

Oberkulm: 1,38 Mio Franken (2010: 299 000 Franken)
Schmiedrued: 1,30 Mio Franken (2010: 986 000 Franken)
Menziken: 1,21 Mio Franken (2010: 589 000 Franken)
Wil: 856 000 Franken (2010: 797 000 Franken)
Rietheim: 850 000 Franken (2010: 690 000 Franken)

Diese Gemeinden zahlen 2011 am meisten:

Baden: 6,99 Mio Franken (2010: 7,95 Mio Franken)
Kaiseraugst: 2,72 Mio Franken (2010: 1,53 Mio Franken)
Aarau: 2,05 Mio Franken (2010: 3,77 Mio Franken)
Wettingen: 1,63 Mio Franken (2010: 1,75 Mio Franken)
Rheinfelden: 1,13 Mio Franken (2010: 1,50 Mio Franken)

Die starke Erhöhung der Beitragszahlungen sowie die Reduktion der Ausgleichsabgaben an den Finanzausgleichsfonds sind auf die schwächeren Rechnungsergebnisse der Gemeinden im Jahr 2009 zurückzuführen. Der Finanzbedarf der Gemeinden ist gestiegen und die Steuerkraft gesunken.

Geltendes Recht: Wer erhält und wer zahlt

Geld erhalten diejenigen Gemeinden, deren Finanzbedarf höher ist als deren Ertragskraft. Zahlen müssen hingegen diejenigen Gemeinden, deren Steuerkraft über dem Kantonsmittel liegt und zudem den Finanzbedarf übersteigt. Nächstes Jahr sind dies 60 Gemeinden mit Abgaben von total 29 Millionen Franken.

Teilrevision: Höhere Beiträge für finanzschwache Gemeinden

Das Finanzausgleichsdekret soll teilrevidiert werden. Darüber beschliesst der Grosse Rat in der zweiten Jahreshälfte. Mit der Revision würden finanzschwache Gemeinden höhere Beiträge erhalten. (skh)

Aktuelle Nachrichten