Korruptionsskandal
Fifa-Funktionär legt Beschwerde gegen Auslieferungshaft ein

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona wird sich über einen Aspekt des Fifa-Skandals beugen müssen: Einer der sieben inhaftierten Fifa-Funktionäre hat gegen den Auslieferungshaftbefehl des Bundesamtes für Justiz Beschwerde erhoben.

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Ein Polizeiauto vor dem Hotel Baur au Lac in Zürich.
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Die Funktionäre wurden am Mittwoch im Hotel Baur au Lac von der Polizei abgeführt.
Fifa-Sprecher Walter De Gregorio nimmt Stellung zu den neusten Vorkommnissen
Viele kritische Fragen der Journalisten
Gespanntes Warten im Fifa-Presseraum
Warten auf Blatter und Co.
Auch sie wurden vor der Aktion der Behörden überrascht: Fifa-Delegierte vor einem Hotel in Zürich.
Journalisten arbeiten wo sie können.
Mitarbeiter des Hotels Baur au Lac versuchen die Fifa-Funktionäre bei der Verhaftung vor neugierigen Augen zu schützen.
Eduardo Li - Präsident des Fussbalverbandes von Costa Rica und Exekutivmitglied der Fifa.
Steht auf der Anklageschrift der US-Behörden: Nicolàs Leoz (rechts) - ehemaliger Präsident des Kontinentalverbands südamerikanischer Fussballverbände (CONMEBOL)
José Maria Marin - Präsident des brasilianischen Fussballverbands
Jeffrey Webb - Der Präsident der Nord- und Zentralamerikanische und karibische Fußballkonföderation (CONCACAF).
Gemäss Bundesamt für Justiz soll es um Zahlungen in der Höhe von über 100 Millionen Dollar gehen.
Steht auf der Anklageschrift der US-Behörden: Jack Warner – ehemaliger Fifa-Vize-Präsident und ehemaliger Präsident Nord- und Zentralamerikanische und karibische Fußballkonföderation (CONCACAF)
Eugenio Figueredo - uruguayiuscher Fussballfunktionär und Mitglied des Exekutivkomitees

Ein Polizeiauto vor dem Hotel Baur au Lac in Zürich.

Keystone

Der Mann, der am 27. Mai in Zürich festgenommen worden war, wehrt sich dagegen, während der Dauer des Auslieferungsverfahrens in die USA in Haft bleiben zu müssen. Den Entscheid des Bundesstrafgerichts können sowohl der Funktionär wie auch das Bundesamt für Justiz (BJ) beim Bundesgericht in Lausanne anfechten, wie die BJ am Mittwoch mitteilte.

Die sieben festgenommenen Fifa-Funktionäre werden gemäss US-Verhaftsersuchen verdächtigt, Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Sie sitzen in verschiedenen Haftanstalten im Kanton Zürich in Auslieferungshaft.

Wegen Kollusionsgefahr wird der Kontakt unter den inhaftierten Fifa-Funktionären unterbunden. Dies gilt bis zum Abschluss des Auslieferungsverfahrens, das bei Ausschöpfung sämtlicher Rechtsmittel erfahrungsgemäss rund sechs Monate dauern kann.

Da sie sich gegen die Auslieferung wehren, hat die Schweiz die USA aufgefordert, für alle sieben Personen innert der vom bilateralen Auslieferungsvertrag vorgesehenen Frist von 40 Tagen formelle Auslieferungsersuchen zu stellen.