Ferkelkastration

Ferkel sollen unter Narkose kastriert werden

Betäubung eines Ferkels

Betäubung eines Ferkels

Männliche Ferkel müssen ab 2010 schmerzfrei kastriert werden. Die Branche setzt nach monatelangen Diskussionen auf die Kastration unter Narkose. Die Kosten der Narkose-Geräte werden gemeinsam getragen.

Die Arbeitsgruppe einigte sich auf einen Fonds von 15 Millionen Franken für die Anschubfinanzierung, wie der Produzentenverband Suisseporcs, die Schweizer Schweinehandelsvereinigung, Migros und Coop und der Fleischverarbeiter Bell gemeinsam mitteilten.

Der Kauf der Geräte für die Inhalationsnarkose, bei der die Ferkel über eine Maske ein Gas einatmen und für kurze Zeit betäubt werden, wird aus dem Fonds unterstützt. Geld erhalten aber auch Züchter, die ihre Ferkel von einem Tierarzt einschläfern und kastrieren lassen wollen.

Der Fonds wird ab 1. Juli geäufnet und von den Mästern, dem Schweinehandel sowie den Verarbeitern und dem Detailhandel gespiesen. Die Schlachthöfe ziehen pro Schlachtschwein 5 Franken ein. Ziel ist ein Betrag von 15 Millionen Franken.

Bis Ende Oktober müssen die Züchter sich für eine Methode entschieden und dies der Branchenorganisation Proviande melden, die den Fonds verwaltet. Die Beiträge aus dem Fonds richten sich nach dem Tierbestand. Pro Betrieb werden höchstens 10 000 Franken ausbezahlt.

Nicht vorgesehen sind Beiträge für die Impfung gegen Ebergeruch. Die Abnehmer garantierten die Abnahme von geimpftem Fleisch nicht, sagte Otto Humbel von der Schweinehandelsvereinigung auf Anfrage dazu. Hingegen besteht ein separates Finanzierungsmodell für die im Coop Naturafarm-Programm vermarkteten geimpften Schweine.

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