USA

«Feindlicher Kämpfer» Marri bekennt sich für schuldig

Gefängnis auf Guantánamo (Archiv)

Gefängnis auf Guantánamo (Archiv)

Der einzige ausserhalb Guantánamos in den USA festgehaltene «feindliche Kämpfer», Ali al-Marri, hat sich schuldig bekannt, die El Kaida unterstützt zu haben. Im Gegenzug zog die Staatsanwaltschaft den Hauptanklagepunkt der «Verschwörung» zurück.

Aufgrund einer Entscheidung von US-Präsident Barack Obama war Al-Marris Fall Ende Februar einem US-Zivilgericht überstellt worden. In einer ersten Anhörung im März hatte Al-Marri noch auf nicht schuldig plädiert.

Gemäss dem Deal mit der Staatsanwaltschaft droht dem 43-Jährigen nun nur noch eine Höchststrafe von 15 Jahren. Das endgültige Strafmass wird das Bundesgericht in Peoria im Bundesstaat Illinois am 30. Juli verkünden.

In seinem Schuldbekenntnis gibt Al-Marri auch seinen Aufenthalt in pakistanischen Trainingslagern der El Kaida zwischen 1998 und 2001 zu. Auf Anweisung des mutmasslichen Drahtziehers der September-Anschläge, Khalid Sheikh Mohammed, war er in die USA gereist, in erster Linie, um Giftgas für Anschläge zu beschaffen.

Al-Marri wurde fast sechs Jahre lang ohne Anklage in einem Militärgefängnis in den USA festgehalten. Der Informatiker besitzt die katarische und die saudische Staatsbürgerschaft.

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