Afghanistan

Feilschen um Truppenaufstockungen in Afghanistan

Brown will mehr NATO-Soldaten (Archiv)

Brown will mehr NATO-Soldaten (Archiv)

Die USA möchten von ihren NATO-Partnern erheblich mehr Kampftruppen für den Einsatz in Afghanistan. Bisher haben die europäischen Staaten nur zurückhaltend auf die Forderungen reagiert. Nun kündigte Deutschlands Verteidigungsminister zusätzliche 120 Mann an.

Der britische Premierminister Gordon Brown zeigte sich optimistisch über die Bereitschaft der europäischen NATO-Länder ihre Kontingente in Afghanistan aufzustocken. "Ich glaube, dass ich Länder überzeugen kann, die noch vor ein paar Wochen gesagt haben, sie würden nicht mehr Truppen nach Afghanistan schicken", sagte Brown in einem BBC-Interview.

Um Überzeugungsarbeit zu leisten, wolle er Gesandte in die jeweiligen Länder entsenden. Brown sagte, dass er so vermutlich eine Aufstockung um 5000 Soldaten erreichen könne.

Brown hatte Mitte Oktober angekündigt, dass Grossbritannien seine Truppen um 500 auf 9500 Mann aufstocken werde. "Wir sind bereit, mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken, aber es muss eine Lastenteilung innerhalb der Allianz geben", sagte der britische Premier der BBC.

Grossbritannien und die USA sind die grössten Truppensteller in Afghanistan. In der britischen Bevölkerung ist der Einsatz umstritten, da in der hart umkämpften südafghanischen Provinz Helmand immer mehr Soldaten getötet werden.

US-Präsident Barack Obama entscheidet demnächst über die künftige Strategie seines Landes. Ob die US-Truppen am Hindukusch aufgestockt würden, werde bald entschieden, sagte er in Tokio.

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