Maifeier Rheinfelden

Feier in Rheinfelden – SP-Redner für starken Teamgeist

Claudio Marti, Co-Präsident der SP Aargau, an der Maikundgebung in Rheinfelden

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Claudio Marti, Co-Präsident der SP Aargau, an der Maikundgebung in Rheinfelden

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt und Solidarität bildeten die zentralen Themen der Maikundgebung in Rheinfelden. Claudio Marti, Co-Präsident der SP Aargau, appellierte ans Kämpfen, um Arbeitsplätze und soziale Sicherheit in die Zukunft hinüberzuretten. Rheinfeldens Vizeammann Brigitte Rüedin verlangte «offensive Integrationspolitik».

Peter Rombach

Die SP-Bezirke Rheinfelden und Laufenburg arrangieren schon seit einigen Jahren eine gemeinsame Maikundgebung für das Fricktal in Rheinfelden. Nach einem Demonstrationszug mit Fahnen und Transparenten durch die Marktgasse zum Inseli gab es Begegnungen mit Genossen und Gewerkschaftsvertretern aus der badischen Nachbarstadt. Vizeammann Brigitte Rüedin sprach vom «guten Willen grenzüberschreitender Zusammenarbeit» und nannte Beispiele wie Festival der Kulturen, Literaturtage, Fasnacht, Rheinschwimmen oder die Aktion Midnight-Sport. Sie mahnte eine «offensive Integrationspolitik» an, um auf Gemeindeebene «mehr Sicherheit» zu schaffen.

Ihr SP-Stadtratskollege und «Bauminister» Oliver Tschudin forderte ebenfalls grenzüberschreitendes Denken und riet eindringlich, die Stadtentwicklung auch unter sozialen Aspekten voranzubringen. Nachdem der gemeinsame Stadtbus funktioniere, müssten nun beide Städte darangehen, ihre Bahnhofsbereiche zu optimieren. Die Neugestaltung der alten Rheinbrücke und des Inseli sorge für weitere planerische Herausforderungen.

Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Alfred Winkler, gleichzeitig auch Stadtrat im badischen Rheinfelden, erachtete die beiden Städte als «Laboratorium grenzüberschreitender Zusammenarbeit» und attestierte den Sozialdemokraten, mustergültig mitzuwirken. «Wir müssen uns bewegen», meinte er auch bezüglich der Diskussion um den Erhalt des alten Kraftwerks oder den Bildungssektor.

Claudio Marti, Co-Präsident der SP Aargau aus Laufenburg, sprach schliesslich auf einer zweiten Maikundgebung im Rumpel in Altstadt. Trotz momentaner Schwäche müsse die SP bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Es gehe um eine Neugestaltung der Wirtschaftspolitik gegen «ständige Nein-Sager», um Verhinderung von Jugendarbeitslosigkeit. «Die linke Bewegung muss Solidarität beweisen.»

Die aktuelle Wirtschaftskrise weise den Weg zu mehr Bescheidenheit, verlange aktives Gegensteuern. «Wir kämpfen um Arbeitsplätze und soziale Sicherheit», betonte Marti und markierte: «Es braucht den Einsatz und den Mut aller, um für eine gute Zukunft zu arbeiten.» Das unterstrich auch Verena della Picca von der Unia Nordwestschweiz: «Wir müssen den Bonzen zeigen, wer von wem profitiert.»

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