Couchepin-Nachfolge

FDP-Ticket ohne Fulvio Pelli ist «Ohrfeige für das Tessin»

FDP-Präsident Fulvio Pelli (Archiv)

FDP-Präsident Fulvio Pelli (Archiv)

Die Tessiner Medien zeigten sich enttäuscht darüber, dass die FDP-Bundeshausfraktion nicht mit Parteipräsident Fulvio Pelli ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin steigen will. Für die Zeitung «Giornale del Popolo» ist das eine «Ohrfeige für das Tessin».

Die Tageszeitung titelte: "Die FDP-Fraktion schliesst Fulvio Pelli aus: Ohrfeige für das Tessin, aber die CVP nimmt die Herausforderung an". Für den Chefredaktor der Zeitung ist klar: "Für die FDP-Politiker auf Bundesebene, allen voran für die Westschweizer, existiert das Tessin nicht."

Das "Giornale del Popolo" schrieb weiter, dass die Tessiner Sektion der CVP bereit sei, den Regierungsrat Luigi Pedrazzini als Kandidaten vorzuschlagen. "Ich könnte akzeptieren", verriet der Justizdirektor in einem Interview mit der Zeitung.

Ein "Knalleffekt" ist die Entscheidung der Fraktion für "laRegioneTicino". Die Westschweiz habe dem Tessin das Bein gestellt, schrieb das Blatt und betonte, dass "ausser es geschieht eine Überraschung oder ein noch grösseres Ereignis - wie sieht das Ende des Mandats von Hans-Rudolf Merz aus? -, das Tessin weiterhin und sicherlich für lange Zeit abseits bleiben wird".

Die wichtigste Tessiner Zeitung schliesslich, die "Corriere del Ticino", titelte "Fulvio Pelli ausgeschlossen" und bedauerte, dass "die FDP sich gegenüber der Präsenz der italienischen Schweiz in der Regierung unempfänglich zeigt".

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