Rückkehr
FDP-Präsident Müller will nach Bandscheiben-Vorfall kürzer treten

Nach einem Bandscheiben Vorfall wird FDP-Präsident am Montag im Nationalrat erstmals nach dreiwöchiger Auszeit wieder auf der nationalen Poltibühne auftreten. In Zukunft will er sich aber mehr schonen. Er habe zuletzt zu viele Termine wahrgenommen.

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Philipp Müller an der FDP-Delegiertenversammlung a, 4. Mai in Baden.

Philipp Müller an der FDP-Delegiertenversammlung a, 4. Mai in Baden.

Keystone

«In der Vergangenheit habe ich zu viele Termine wahrgenommen», sagt Müller im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Seine Freundin sage ihm, der Grund für die Schmerzen sei die Anspannung des Präsidentenamtes.

Seiner Ansicht nach gehe das Leiden aber vielmehr auf einen Unfall 2006 in Thailand sowie auf seine Jugend zurück, in der er während der Lehre als Gipser durch das Tragen von 50 Kilogramm schweren Säcken seine Wirbelsäule zu stark belastet habe.

Lasten auf mehr Personen verteilen

Dem Rückenproblem will Müller nun mit reduziertem Programm Rechnung tragen: «Anstatt Tag für Tag Parteianlässe zu besuchen, werde ich mich vermehrt darauf konzentrieren, die kantonalen Parteien für ihre Wahlkämpfe und ihre Personalpolitik besser zu betreuen.»

Zudem plane er, in der FDP für verschiedene Themenbereiche kompetente Persönlichkeiten als Aushängeschilder aufzubauen. Anfragen zu Migrationsthemen zum Beispiel wolle er an Nationalrat Kurt Fluri weiterleiten. «Wenn nur ich dieses Thema bearbeite, ist das für die Partei ein Klumpenrisiko», erklärt Müller.

Sobald die Schmerzen weg seien, wolle er täglich etwas für seine Fitness tun, um auch geistig wieder fit zu werden. Müllers Ziel: «Ende Jahr will ich wieder innert zwei Stunden auf den Rigi rennen können.»

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