Stadtrat Zürich
FDP-Präsident Egger soll Martellis Sitz retten

Alle gegen alle: Das Gerangel um die Zürcher Stadtratssitze ist gross. Die FDP schickt neben den Bisherigen Parteipräsident Urs Egger in den Wahlkampf.

Merken
Drucken
Teilen
Urs Egger

Urs Egger

Keystone

Matthias Scharrer

Gleich drei Zürcher Stadträte treten bei den Gesamterneuerungswahlen im März 2010 nicht mehr an: Esther Maurer und Robert Neukomm von der SP sowie Katrin Martelli von der FDP. Gestern Abend wählten die freisinnigen Delegierten ihren Kandidaten für Martellis Nachfolge: Urs Egger, Präsident der Stadtzürcher FDP und seit 2006 im Gemeinderat. Er soll zusammen mit den Bisherigen Andres Türler und Martin Vollenwyder die Dreiervertretung der FDP im Stadtrat sichern.

Doch die Konkurrenz ist gross - nicht zuletzt, weil drei FDP-Sitze in der Stadtregierung gemessen am Wähleranteil auf Parlamentsebene deutlich überproportional sind. Und anders als anfangs bei der Ersatzwahl fürs Stadtpräsidium, die für Martelli mit einem Debakel endete, spannen FDP und SVP diesmal nicht zusammen. Alle gegen alle lautet stattdessen das Motto.

So will auch die SVP um den Wiedereinzug in den Stadtrat kämpfen. Mit wem, entscheidet sie am 23. Juni. Gleichentags legen die Grünen fest, wen sie neben Ruth Genner ins Rennen schicken, um ihre Vertretung im Stadtrat zu verdoppeln: Gemeinderats-Fraktionschef Daniel Leupi oder Gemeinderat Pierino Cerliani. Sie wittern wegen Martellis Rücktritt die Chance, die rotgrüne Mehrheit auszubauen.

Die SP setzt auf den Erhalt ihrer vier Stadtratssitze. Wer neben den Bisherigen Corine Mauch und Martin Waser antritt, entscheiden sie am 15. September. Im Rennen sind Claudia Nielsen, André Odermatt, Sabine Ziegler und Ueli Keller. Die Grünliberalen nominieren ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten am 25. Juni.