FDP nominiert Keller-Sutter und Schneider-Ammann

FDP nominiert Keller-Sutter und Schneider-Ammann

Nationalrat Johann Schneider-Ammann, links, und Regierungsraetin Karin Keller-Sutter, Mitte, werden von Fraktionschefin Gabi Huber als Nominierte den Medien praesentiert.

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Nationalrat Johann Schneider-Ammann, links, und Regierungsraetin Karin Keller-Sutter, Mitte, werden von Fraktionschefin Gabi Huber als Nominierte den Medien praesentiert.

Karin Keller-Sutter und Johann Schneider-Ammann sind die offiziellen Bundesratskandidaten der FDP. Die Fraktion hat am Freitag die St. Galler Regierungsrätin und den Berner Nationalrat nominiert.

Den ersten Platz auf dem Zweierticket erhielt Karin Keller- Sutter. Sie wurde im dritten Wahlgang mit 23 von 45 Stimmen gewählt, wie FDP-Fraktionschefin Gabi Huber vor den Medien sagte. Für den zweiten Listenplatz wurde Johann Schneider-Ammann im ersten Wahlgang gewählt, ebenfalls mit 23 von 45 Stimmen.

Die 46-jährige Karin Keller-Sutter gehört seit 10 Jahren der St. Galler Regierung an. Der Justizdirektorin wurde wegen ihrer Positionen in der Ausländerpolitik sowie ihrem Vorgehen gegen Fussball-Hooligans die Etikette «Eiserne Lady der Ostschweiz» angehängt.

Auf ihre Initiative hin führte St. Gallen 2003 als erster Kanton die polizeiliche Wegweisung gewalttätiger Ehepartner ein. Das Instrument setzte sich schweizweit durch. Mit diesem Engagement hat Keller-Sutter selbst bei den Linken gepunktet.

Der 58-jährige Johann Schneider-Ammann hat sich vor allem als Vertreter des Werkplatzes und der Sozialpartnerschaft einen Namen gemacht. Schon früh hat er überrissene Manager-Boni sowie das Verhalten der Finanzbranche kritisiert. Damit hat sich der Präsident des Branchenverbandes Swissmem auch bei der Linken Sympathien geholt.

Schneider-Ammann ist Elektro-Ingenieur und heiratete in die Unternehmerfamilie Ammann ein. In den 80er-Jahren stieg er in die Ammann Group ein und baute die Baumaschinenfirma schrittweise aus. Heute zählen Schneider-Ammann und seine Familie mit einem geschätzten Vermögen von 500 bis 600 Millionen Franken zu den 300 Reichsten der Schweiz.

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