AKW-Debatte
FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen löscht AKW-Einträge auf Website

Der Berner FDP-Nationalrat und Atombefürworter Christian Wasserfallen hat nach den Ereignissen in Japan seine Website gründlich revidiert. Zuvor warf er den AKW-Gegner noch «plumpe Tschernobyl-Rhetorik» vor.

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Muss bezüglich Energiepolitik über die Bücher: FDP-Mitglied Christian Wasserfallen (Archiv)

Muss bezüglich Energiepolitik über die Bücher: FDP-Mitglied Christian Wasserfallen (Archiv)

Keystone

Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat er mehrere Einträge kurz nach der Atomkatastrophe in Fukushima gelöscht. So unter anderem auch seinen Kommentar vom 14. Februar 2011 zur Mühleberg-Abstimmung: «Das Stimmvolk erlag weder den ideologischen Gesängen des Regierungsrates noch der plumpen Tschernobyl-Rhetorik der AKW-Gegner.»

Stattdessen findet sich nun ein Eintrag vom 15. März, also kurz nach Japan, in dem er schreibt: «Wesentliche Lehren sind zu ziehen, damit die bestehenden KKW inskünftig mustergültig weiterbetrieben werden können.» Will Wasserfallen nicht mehr dazu stehen, was er vor Japan gesagt hat? Der FDP-Nationalrat bestreitet dies: «Ich wechsle im Gegensatz zu meiner Meinung die Inhalte meiner Webseite ständig, damit sie aktuell bleibt.»